Ryanair Meldung

Die von der irischen Billigfluglinie Ryanair verwendeten Reisebedingungen sind in Deutschland unzulässig. So hat das Oberlandesgericht Köln in einem von der Wettbewerbszentrale geführten Verfahren entschieden (Az. 6 U 29/03). Kassiert wurden Klauseln, die Haftungsbeschränkungen und Leistungsänderungen zulasten der Reisenden vorsahen. So sollten im Ticket angegebene Flugzeiten nicht garantiert und eine Haftung für das Erreichen von Anschlussflügen ausgeschlossen sein. Das Gericht sah dies als unzulässig an, da der Haftungsausschluss selbst bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit aufseiten von Ryanair zulasten des Verbrauchers gelten sollte.

Untersagt wurde auch eine Klausel, nach der Ryanair ohne vorherige Ankündigung und ohne auf die Zumutbarkeit Rücksicht zu nehmen, den Fluggast auf eine andere Airline oder ein anderes Flugzeug umbuchen sowie Zwischenlandeorte ändern oder auslassen konnte.

Das Gericht bestätigte die Auffassung der Wettbewerbszentrale, dass solche Klauseln gegen das Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen.

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