Aktienindizes: Gazprom ist zu groß für Fonds

MSCI Russia. Größte Position im Index ist Gazprom mit einem Anteil von rund 22 Prozent. Lukoil hat 15 und die Sber­bank 11 Prozent. Für Fonds sind diese Gewichte oft zu groß. Nach den EU-Fonds­regeln (Ucits) darf ein Titel normaler­weise nur 5 Prozent vom Fonds­vermögen betragen, vier Titel dürfen je 10 Prozent ausmachen, also insgesamt 40 Prozent. Für ETF, die einen Index abbilden, gelten teils Ausnahmen.

MSCI Russia Capped. Um den Anforderungen an die Streuung in Fonds gerecht zu werden, berechnet MSCI verschiedene Varianten des MSCI Russia Index, welche an Zusätzen wie „Capped“, „25/50“ oder „10/40“ zu erkennen sind. Im MSCI Russia 10/40 liegen Lukoil um die 9 Prozent, Gazprom bei 8 und die Sber­bank bei 7 Prozent. Aktiv gemanagte Fonds greifen häufig auf diese Variante als Vergleichs­index zu.

MSCI EM Eastern Europe. Russ­land hat einen Anteil von 70 Prozent, Polen 23 Prozent, Tschechien und Ungarn je 3. In der 10/40-Variante liegt Russ­land bei 66 Prozent. Der iShares MSCI Eastern Europe Capped Ucits ETF bildet den 10/40-Index ab Tabelle.

MSCI EM Europe. Russ­land macht rund die Hälfte aus, Polen 17, Tschechien und Ungarn knapp über 2 Prozent. Hinzu kommen die Türkei mit 19 Prozent Anteil und Griechen­land mit 8 Prozent. Auch den MSCI EM Europe gibt es in der Variante 10/40.

MSCI Bric. Bric steht für Brasilien, Russ­land, Indien und China. Russ­land kommt in dem Index auf rund 11 Prozent, China 45, Brasilien 28 und Indien 16 Prozent.

MSCI Emerging Markets. Der Index listet 23 Schwellenländer welt­weit, Russ­lands Anteil liegt bei rund 5 Prozent.

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