Rundfunkgebühren Meldung

Jeder, der Fernseh- oder Radiogeräte betreibt, muss zahlen. Doch das tun wohl nicht alle Rundfunknutzer. Mit "konzertierten Aktionen" will die Gebühreneinzugszentrale (GEZ), das Inkassounternehmen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands, es schaffen, "alle gebührenpflichtigen Geräte zur Anmeldung zu bringen". Laut einer Internetmeldung der GEZ (www.gez.de) werden seit September in Bremen, später auch bundesweit Rundfunkgebühren-Beauftragte eingesetzt. Die "besuchen" bisher nicht bei der GEZ gemeldete Haushalte.

Auch Rundfunkteilnehmer, die bereits bei ihr angemeldet sind, sollen über gebührenrechtliche Bestimmungen informiert werden, da es wohl immer wieder Rundfunkteilnehmer gibt, die nicht alle Geräte angemeldet haben, die angemeldet werden müssen. "Häufig herrscht einfach Unkenntnis darüber, wer wann was für welche Geräte zu bezahlen hat. Deshalb soll vor Ort informiert und Gelegenheit geboten werden, zwischenzeitlich zusätzlich angeschaffte Rundfunkempfangsgeräte nachzumelden", so die GEZ. Die große Mehrheit der Bevölkerung solle nicht für die kleine Minderheit der Schwarzseher und -hörer mitzahlen müssen.

Doch leicht werden es die Gebührenbeauftragten nicht haben. Sie sind nämlich nicht befugt, Wohnungen ohne richterlichen Beschluss zu betreten. Und ob der auf den bloßen Verdacht hin ausgestellt wird, dass jemand keinen Rundfunkempfänger angemeldet hat, ist zumindest fraglich.

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