Tipps: Wenn ein Gebührenbeauftragter klingelt

Freundlich: Bleiben Sie höflich. Lassen Sie sich den Ausweis des Gebührenbe­auftragten zeigen. Der Ausweis wird von der Rundfunkanstalt ausgestellt, denn der Kontrolleur ist in deren Auftrag unterwegs, nicht für die GEZ.

Zutritt: Niemand muss den Fahnder in die Wohnung lassen. Auch nach Terminab­sprache hat er kein Recht, die Zimmer nach Rundfunkgeräten zu durchsuchen.

Schweigen: Wer Sorge hat, eventuell etwas Falsches zu sagen, lässt sich gar nicht erst auf ein Gespräch ein. Niemand muss dem Kontrolleur sofort Rede und Antwort stehen. Wenn Sie gerade keine Zeit haben, vereinbaren Sie einen späteren Termin. Sie können ein Gespräch auch ganz ablehnen und ihn bitten, die Papiere dazulassen. Die können Sie dann in Ruhe ausfüllen. Ohne Zeit zum Überlegen sollten Sie nichts unterschreiben.

Irrtum: Wer doch etwas unterschrieben hat, kann falsche Angaben noch wider­rufen – zum Beispiel wenn er vor lauter Schreck übersehen hat, dass im Frage­bogen steht, man habe das Fernsehgerät schon seit Jahren, es tatsächlich aber erst vor kurzem angeschafft wurde. Das ausgefüllte Formular hat keinen unumstößlichen Beweiswert.

Drohung: Auf eventuelle Einschüch­te­rungen, zum Beispiel Einbau einer Sperrdose, brauchen Sie nicht zu reagieren. Die GEZ darf an die Anschlüsse gar nicht her­an. Sollte der Fahnder mit Polizei drohen, können Sie ihn wegen Nötigung anzeigen.

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