Ruhestand Meldung

Erst mit 67 Jahren in Rente – das ist geplant. Noch lassen die Regelungen einen Renteneintritt auch schon vor dem Regelalter von 65 Jahren zu:

Frauen: Wer vor 1952 geboren ist, 15 Beitragsjahre nachweisen kann und nach dem 40. Lebensjahr mehr als zehn Jahre gearbeitet hat, kann ab 60 in Rente gehen. Aber die Rente wird für jeden Monat vorm Regelalter um 0,3 Prozentpunkte gekürzt. Wer also mit 60 Jahren geht, muss 18 Prozent Abschlag hinnehmen. Es ist aber auch jeder andere Termin zwischen 60 und 65 Jahren möglich.

Arbeitslosigkeit, Altersteilzeit: Für die Jahrgänge 1946 bis 1948 steigt der früheste Rentenbeginn schrittweise von 60 auf 63 Jahre. Wer Jahrgang 1946 und jünger ist, kann vorzeitig in Rente, wenn er am 1. Januar 2004 arbeitslos oder schon vorher gekündigt war – oder wenn bis Ende 2003 Altersteilzeit vereinbart war oder ein Auflösungsvertrag oder Vorruhestandsvertrag geschlossen wurde. Es gilt der 0,3-Prozent-Abschlag für jeden Monat vorm Regelalter 65.

Langjährig Versicherte: Wer vor 1948 geboren und mindestens 35 Jahre rentenversichert ist, kann schon mit 63 in Rente, muss aber 0,3 Prozent Abschlag pro Monat in Kauf nehmen. Für ab November 1949 Geborene sinkt dies sogar auf 62 Jahre. Für die 1948 bis Oktober 1949 Geborenen sinkt das Eintrittsalter monatsweise.

Schwerbehinderte: Regelaltersgrenze 63 Jahre. Wer mindestens 35 Jahre Wartezeit in der Rentenversicherung nachweist, kann mit 60 in den Ruhestand, aber mit 10,8 Prozent Abschlag. Kein Abschlag gilt, wenn der Versicherte bis 16. November 1950 geboren und schon am 16. November 2000 mindestens 50 Prozent schwerbehindert, berufs- oder erwerbsunfähig war.

Die Abschläge gelten für die gesamte Laufzeit der Rente. Beratungstelefon der Rentenversicherung: 0 800/10 00 48 00.

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