Ruhestand Meldung

Das Alter bei Renteneintritt hat sich in den vergangenen drei Jahren erhöht. Aus Altersgründen gehen Frauen heute im Durchschnitt mit 62,8 Jahren in Rente, Männer mit 62,6 nur unwesentlich früher. Wer gesund ist, bleibt also schon heute deutlich über das 60. Lebensjahr hinaus im Beruf.

Das Rentnerleben fängt hierzulande zu früh an, heißt es derzeit überall. Das müsse sich ändern. Tatsächlich hat sich das in jüngster Zeit schon geändert. Denn die Deutschen gehen gar nicht mehr mit 60 in Rente. Betrachtet man, ab wann Frauen und Männer im Schnitt ihre Altersrente beziehen, ohne die Erwerbsminderungsrentner einzurechnen, zeigt sich, dass sich dieses Alter in den vergangenen drei Jahren stetig erhöht hat. Frauen gehen mit 62,8 Jahren sogar später in Rente als Männer.

Nach Angaben des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) greifen Maßnahmen früherer Rentenreformen. So halten die ab 1997 eingeführten Rentenabschläge von 0,3 Prozent pro Monat bei vorzeitigem Rentenbeginn viele davon ab, ihren Rentenbeginn vorzuverlegen.

Sehr deutlich wird das bei den „Renten wegen Arbeitslosigkeit“. 2000 waren es noch 180 416 Männer und 235 249 Frauen in Deutschland, die deshalb vorzeitig einen Rentenantrag stellten. Zwei Jahre später ist die Zahl der Männern auf 142 948, die der Frauen auf 184 663 gesunken.

Auch der erschwerte Zugang zu Erwerbsminderungsrenten wirkt sich aus: Wurden 2000 noch 214 082 Erwerbsminderungsrenten neu bewilligt, waren es 2002 nur noch 176 099. Zählt man diese Rentner mit, die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden, ergibt sich für alle Rentner ein Durchschnittsalter bei Rentenbeginn von 60,4 Jahren im Jahr 2002. Im Jahr 2000 lag es noch bei 60,2 Jahren.

Der spätere Rentenbeginn, den die Rürup-Kommission fordert, ist schon auf den Weg gebracht.

Tipp: Unabhängig von allen Reformen, sollten Sie sich finanziell für Ihr Alter nicht nur auf Ihre gesetzliche Rente verlassen.

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