Tipps

  • Was für wen? Für Selbstständige ist eine Rürup-Rente die richtige Wahl. Sie ist für Selbstständige die einzige Möglichkeit, steuerbegünstigt fürs Alter zu sparen. Für Arbeitnehmer ist ein Riester-Vertrag erste Wahl. Weil dort aber nur Beiträge bis 1 575 Euro (ab 2008: 2 100 Euro) gefördert werden, lohnt sich ein Rürup-Vertrag als Ergänzung.
  • Steuerersparnis. Beiträge zur Rürup-Rente können Sie seit Ende 2006 vom ersten Euro an als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Von dem eingezahlten Beitrag dürfen Sie sich in diesem Jahr 64 Prozent steuermindernd geltend machen. Im nächsten Jahr sind es bereits 66 Prozent. Die Rürup-Förderung erhalten Sie bis zu einem Jahresbeitrag von 20 000 Euro.
  • Auswahl. Wenn Sie sich für eine klassische Rürup-Rentenversicherung entscheiden, sollten Sie ein Angebot mit einer hohen garantierten Rente auswählen. Fondsgebundene Angebote bieten Ihnen keine garantierte Verzinsung.
  • Hinterbliebene. Verzichten Sie in Ihrem Vertrag auf eine Hinterbliebenenrente. Sie schmälert Ihre Altersrente drastisch. Sichern Sie Ihre Familie besser mit einer Risikolebensversicherung ab. Einen Test dieser Angebote finden Sie in der nächsten Ausgabe von Finanztest, oder ab 20. März bei test.de.
  • Beitragsrückgewähr. Sinnvoll ist aber ein Vertrag mit Beitragsrückgewähr im Todesfall während der Ansparphase. So sind Ihre Beiträge nicht verloren. Ihre Familie profitiert davon und die Abstriche bei der Rente sind nicht hoch.
  • Berufsunfähigkeit. Wenn Sie anderweitig keinen günstigen Berufsunfähigkeitsschutz bekommen, können Sie ihn in Ihrem Rürup-Vertrag vereinbaren. Das schmälert jedoch Ihre Altersrente spürbar. Vorteil dieser Variante: Die Gesundheitsprüfung ist hier einfacher als bei einem separaten Berufsunfähigkeitsschutz.
  • Flexibel Sparen. Verzichten Sie auf einen Vertrag mit festen („dynamischen“) Beitragssteigerungen. Wählen Sie lieber einen Tarif, in den Sie neben den regelmäßigen Beiträgen weiteres Geld investieren können, wenn es Ihr Einkommen erlaubt. So können Sie flexibel ansparen.
  • Überschussbeteiligung. Klären Sie, welche Form der Überschussbeteiligung der Versicherer für die Beitrags- und die Rentenphase anbietet, bevor Sie unterschreiben. Günstig in der Ansparphase ist die „Bonusrente“. In der Rentenphase ist eine „volldynamische Rentenzahlung“ gut. Dann sind Sie vor Rentenkürzungen sicher, wenn der Versicherer einmal weniger erfolgreich wirtschaftet.

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