Unser Rat

Sparer. Eine Rürup-Rente ist empfehlenswert für Selbstständige. Für sie ist dies die einzige Möglichkeit, steuerbegünstigt fürs Alter zu sparen. Für Arbeitnehmer ist ein Riester-Vertrag erste Wahl. Weil dort aber nur Beiträge bis 1 575 Euro (ab 2008: 2 100 Euro) gefördert werden, lohnt sich ein Rürup-Vertrag als Ergänzung.

Auswahl. Wenn Sie sich für eine klassische Rürup-Rentenversicherung entscheiden, wählen Sie ein Angebot mit einer hohen garantierten Rente aus. Fondsgebundene Angebote bieten Ihnen keine garantierte Verzinsung.

Hinterbliebene. Verzichten Sie in Ihrem Vertrag auf eine Hinterbliebenenrente. Sie schmälert Ihre Altersrente drastisch. Sichern Sie Ihre Familie besser mit einer Risikolebensversicherung ab. Einen Test dieser Angebote finden Sie in der kommenden Ausgabe von Finanztest.
Sinnvoll ist dagegen ein Vertrag mit Beitragsrückgewähr im Todesfall während der Ansparphase. So sind Ihre Beiträge nicht verloren. Ihre Familie profitiert davon und die Abstriche bei der Rente sind nicht hoch.

Berufsunfähigkeit. Wenn Sie anderweitig keinen günstigen Berufsunfähigkeitsschutz bekommen, können Sie ihn in Ihrem Rürup-Vertrag vereinbaren. Das schmälert allerdings Ihre Altersrente spürbar.

Beitrag. Verzichten Sie auf einen Vertrag mit festen („dynamischen“) Beitragssteigerungen. Wählen Sie lieber einen Tarif, in den Sie neben den regelmäßigen Beiträgen weiteres Geld investieren können, wenn es Ihr Einkommen erlaubt. So können Sie flexibel sparen.

Überschussbeteiligung. Klären Sie, welche Form der Überschussbeteiligung der Versicherer für die Beitrags- und die Rentenphase anbietet, bevor Sie unterschreiben. Günstig in der Ansparphase ist die „Bonusrente“. In der Rentenphase ist eine „volldynamische Rentenzahlung“ gut. Dann sind Sie vor Rentenkürzungen sicher, wenn der Versicherer einmal weniger erfolgreich wirtschaftet.

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