Rürup-Rente

So haben wir getestet II

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Rürup-Rente

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Finanztest hat 24 fonds­gebundene Rürup-Renten­versicherungen ohne Beitrags­garantie untersucht.

Modell­kunde

Unser Modell­kunde ist 40 Jahre alt (geboren am 25. Oktober 1971). Der Vertrag beginnt am 1. November 2011. Er zahlt über 25 Jahre einen Jahres­beitrag von 6 000 Euro ein. Bei Renten­beginn am 1. November 2036 ist der Kunde 65 Jahre alt. Aufgrund der speziellen Einschränkungen zur Vererbung von Rürup-Verträgen werden Todes­fall­leistungen ausgeschlossen oder diese auf die Mindest­vorgaben der Anbieter reduziert.

Fonds­angebot

Beim Fonds­angebot haben wir Breite, Qualität und Flexibilität des Fonds­angebots geprüft.

Breite des Fonds­angebots. Bei der Breite des Fonds­angebots haben wir geprüft, ob die angebotenen Fonds alle wichtigen Fonds­kategorien abdecken. Für besonders geeignet halten wir die Aktienfonds Welt, Europa und Euroraum. Investmentfonds in diesen Bereichen erhielten ein höheres Gewicht bei der Bewertung.

Qualität des Fonds­angebots. Bei der Qualität des Fonds­angebots haben wir geprüft, ob in den wichtigen Kategorien aktiv gemanagte Fonds vertreten sind, die sich besser als ihr Vergleichs­maßstab entwickelt haben. Dazu wurden die Ergeb­nisse der Fonds­auswertung der Stiftung Warentest verwendet.

Flexibilität der Fonds­anlage. Bei der Flexibilität der Anlage haben wir geprüft, ob eine Aufteilung der Sparbeiträge auf eine bestimmte Mindest­anzahl an Fonds möglich ist. Außerdem war uns wichtig, ob eine bestimmte Mindest­anzahl kostenfreier Umschichtungen im Jahr möglich ist. Weiter haben wir geprüft, ob ein Kunde ein auto­matisches Ablaufmanagement wählen kann. Dabei beauftragt der Kunde den Versicherer, seine Fonds recht­zeitig vor Renten­beginn in sichere Anlagen umzu­schichten.

Produktmerkmale

Versicherungs­kosten in der Anspar­phase. Die Kosten haben wir aus den Vertrags­angeboten der Versicherer auf der Grund­lage unseres Modell­falls ermittelt. Dabei haben wir eine Wert­steigerung des Fonds­guthabens von 6 Prozent pro Jahr vorgegeben. Bei der Berechnung haben wir alle Angebote, deren Versicherungs­kosten für die unterschiedlichen Fonds stark voneinander abweichen, nicht berück­sichtigt.

Wert des garan­tierten Renten­faktors. Zur Bewertung des garan­tierten Renten­faktors haben wir diesen dem aktuellen Renten­faktor des Versicherers gegen­überge­stellt. Der Faktor gibt an, wie viel garan­tierte monatliche Rente ein Anleger pro 10 000 Euro ein Leben lang erhalten würde. Als wert­los haben wir garan­tierte Renten­faktoren bewertet, die unter 50 Prozent des aktuellen Renten­faktors liegen. Werte ab 80 wurden als wert­haltig einge­stuft.

Anbieter­wechsel­option. Das Recht eines Anbieter­wechsels in den Vertrags­bedingungen haben wir positiv bewertet. Die Wechsel­option legt den Anspruch fest, ob Kunden den Versicherer wechseln und das vorhandene Guthaben auf einen neuen Anbieter über­tragen können.

Trans­parenz des Versicherungs­angebots. Wir haben geprüft, ob der Versicherer Renten­faktoren angibt, beispielhafte Tabellen über Kapital­verläufe und zur Beitrags­frei­stellung zur Verfügung stellt und ob der Versicherer Wert­angaben zum Renten­beginn macht. Dazu gehören auch Wert­angaben zu einem früheren Renten­beginn.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

zettelchen am 19.01.2016 um 15:39 Uhr
Abzocke bei Sonderzahlungen oder Einmalzahlungen

Ich habe vor 3 Jahren einen Rürupvertrag bei der Allianz abgeschlossen und zahle monatlich einen festen Betrag ein. Jedes Jahr mache ich zum Jahresende, wenn das Geschäft gut gelaufen ist eine Sonderzahlung, Letzes Jahr waren das 8000,- Euro. Von diesen 8000 ,- Euro bedient sich die Allianz mit SATTEN 560 EURO mit Gebühren. Das nenne ich einfach mal Abzocke !!
Als ich den Vertrag abgeschlossen hatte, habe ich damals explizit angefragt ob denn gebühren oder kosten für die Sonderzahlungen anfallen - darauf meinte mein Berater, das sei ihm nicht bekannt. als ich nun diesen Bescheid ihn vorlegte sage er mir dass er seit Jahren Schulungen besucht und er noch nie etwas von solchen Gebühren erfahren hat. Für mich steht eines fest - diese Gebühren werden ganz gut im Kleingedruckten versteckt und auch die Berater werden darüber auch nicht informiert damit schnell unterschrieben wird. Das ist Abschlussentscheident und gehört auf die 1. Seite - Stattdessen werden tolle Bilder gezeigt !!

joll am 23.03.2013 um 16:42 Uhr
sinnloser test, Geld zum Fenster rausgewofen

Die Fallbeispiele sind sinnlos, weil überhaupt nicht die steuerliche Absetzbarkeit berücksichtigt wird, die ja langsam steigt und ab 2025 dann relativ hohe Werte einnehmen kann. Zahle ich heute 6000 € wie in dem einen Bsp. zahle ich fast 5000 € aus meinem versteuerten Einkommen, wo dann meine Rente ab 2040 dann nochmal zu 100 % versteuert wird wird - da gehört der Finger drauf gelegt test!!! Wie sinnlos ist das denn? Aber offensichtlich gibt es keine Verträge die das irgendwie abbilden, auch die Dynamisierung nicht! Und auch die Krankenkassenbeiträge mindern nochmal die Einzahl-Beiträge die ich steuersparend bei Rürup einzahle! Es wäre schön gewesen, anhand mehrerer "aus dem Leben gegriffener Bsp." mal zu sehen, wie sich Steuerersparniss, Kostenverteilung usw. über die Jahre verteilen.
Und beim Hinterbliebenenschutz auf eine Risikoversicherung zu verweisen mag ja an sich sachlich richtig sein, aber beim Ableben bleibt das ganze Geld bei der Versicherung, was soll daran gut sein, test?

ungebundenerKölner am 11.02.2013 um 16:56 Uhr
???

Hallo test-Team,
Sie schreiben, das der Rentenfaktor bei keiner Police feststeht.
Das stimmt so nicht.
HDI, Stuttgarter und Nürnberger z.B. haben Tarife, in denen der Kunde einen heute feststehenden Rentenfaktor garantiert bekommt.
Und dies auf einem ordentlichen Niveau.
Und ohne Treuhänderklausel, also ohne Hintertürchen.
Daneben 100 % Garantie der eingezahlten Beiträge, bis zu 25 Jahre Rentengarantiezeit, und höchste Investmentchanchen, da 3-Topf-Hybrid.
Solche Policen vermisse ich in Ihrem Test.
Und nebenher ist das Thema Kosten einfach nicht fair beleuchtet.
Direktversicherer sind meist statische Zwei-Topf-Hybride, und die Fondsauswahl ist nicht gut. Daneben wird der Rentenfaktor nicht garantiert.
Die im Zweifel höheren Kosten zu Beginn, sind in Bezug auf die spätere Rente und die sonstige Produktqualität fast völlig zu vernachlässigen.
Immer wird nur auf die Kosten zu Beginn hingewiesen, das aber ist schlicht realitätsfremd und kurzsichtig.
MfG

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.12.2012 um 15:03 Uhr
AachenMünchener

@barbsi, @haenker24: Die AachenMünchener hat die Teilnahme am Test verweigert.

barbsi am 13.11.2012 um 16:58 Uhr
Fehtl eine Versicherung???

Wurde die AachenMünchener nicht getestet????