Gesetzliche Vorschriften: Strenge Regeln

Nur eine Rente. Mit einem Rürup-Vertrag entscheiden sich Sparer ein für allemal für eine Rente. Eine Kapital­auszahlung ist nicht möglich – auch keine Teil­auszahlung. Die Rente kann erst mit 60 Jahren beginnen, bei ab 2012 geschlossenen Verträgen frühestens mit 62. Ein Rürup-Vertrag ist also weniger flexibel als eine private Renten­versicherung.

Kündigung ausgeschlossen. Sparer können ihren Vertrag nicht kündigen und keinen Rück­kaufs­wert kassieren. Sie können nur aufhören, einzuzahlen, das heißt den Vertrag beitrags­frei stellen. Doch wenn dann nur wenig Deckungs­kapital vorhanden ist, sind im ungüns­tigsten Fall alle Einzahlungen verloren.
Tipp: Verlangen Sie vom Versicherer eine Verlaufs­tabelle, die zeigt, wie hoch die beitrags­freie Rente in jedem Jahr der Vertrags­lauf­zeit ist.

Vertrag wechseln. Kunden dürfen laut Gesetz mit ihrem angesparten Kapital zu einem anderen Anbieter wechseln – voraus­gesetzt die Vertrags­bedingungen des Anbieters lassen dies zu. Dies tun nur wenige.

Vererben und beleihen unmöglich. Kunden können ihre Rürup-Rente nicht vererben. Es ist außerdem nicht erlaubt, den Vertrag zu beleihen, beispiels­weise um an ein Darlehen zu kommen.

Hinterbliebenen­schutz. Für Ehepartner und Kinder bis zum 25. Lebens­jahr, nicht jedoch für unver­heiratete Partner, können Kunden eine Hinterbliebenenrente vereinbaren. In diesen Schutz dürfen höchs­tens 49 Prozent des Beitrags fließen.
Tipp: Dieser Schutz schmälert Ihre Alters­rente. Sichern Sie Ihre Familie güns­tiger ab, zum Beispiel mit einer Risiko­lebens­versicherung.

Schutz vor Pfändung. Das für eine Rürup-Rente angesparte Kapital kann nicht gepfändet werden. Es ist außerdem Hartz-IV-sicher.

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