Rürup-Rente Meldung

Ab 2005 gibt es neben der Riester-Rente eine weitere Form der Altersvorsorge, die vom Staat gefördert wird: die so genannte Rürup-Rente, benannt nach dem Ökonomen Bert Rürup. Allerdings erhalten Vorsorgesparer hier keine staatlichen Zulagen. Gefördert wird die Rürup-Rente über Steuervorteile. Das macht sie vor allem für Selbstständige interessant, die nicht rentenversicherungspflichtig sind. Finanztest erklärt die neue staatlich geförderte Altersvorsorge, sagt, für wen sie sich besonders lohnt und was Vorsorgesparer vor dem Abschluss berücksichtigen sollten.

Steuervorteile für Selbstständige

Die Rürup-Rente wird nur über Steuervorteile gefördert. Jeder Vorsorgesparer kann einen Teil seiner Aufwendungen für die Rürup-Rente als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Besonders lohnend ist dies für Selbstständige, die nicht rentenversicherungspflichtig sind. Sie haben keine andere Möglichkeit, steuerbegünstigt für die Rente zu sparen. Denn die Riester-Rente oder Angebote zur betrieblichen Altersvorsorge können sie nicht nutzen. Zudem können Selbstständige ihre Beiträge der klassischen Renten- oder Kapitallebens-Versicherung ab 2005 nicht mehr steuerlich geltend machen.

Maximal 60 Prozent

Im kommenden Jahr können Steuerzahler insgesamt 60 Prozent aller Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zur landwirtschaftlichen Altersversorgung, zu einer berufsständischen Versorgung und zur Rürup-Rente steuerlich absetzen. Der Höchstbetrag liebt bei 12 000 Euro für Alleinstehende und bei 24 000 Euro für Ehepaare. Bis zum Jahr 2025 erhöht sich dieser Anteil um zwei Prozentpunkte jährlich. Ab 2025 können Steuerzahler dann ihre gesamten Aufwendungen bis zur Obergrenze von 20 000 bzw. 40 000 Euro (Alleinstehende / Ehepaare) steuerlich geltend machen.

Arbeitnehmer profitieren weniger

Für Selbstständige bedeutet dies: Um die Steuervorteile voll auszuschöpfen, können sie in 2005 maximal 20 000 Euro in eine Rürup-Rente investieren. Arbeitnehmer sollten dagegen bedenken, dass zu ihren Vorsorgeaufwendungen auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zählen. Soweit vorhanden müssen Arbeitnehmer auch noch die betriebliche Vorsorge berücksichtigen.

Hinweis: test.de hat aktuelle Tests zur Riester-Rente und zu weiteren Themen der privaten Altersvorsorge auf einer Übersichtsseite für Sie zusammengestellt.

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