Rürup-Rente Meldung

Hedwig E. wollte fünf Jahre bis zum Ruhe­stand für eine Rürup-Rente sparen. Doch die HanseMerkur machte ihr dafür kein Angebot.

Vorsorgesparer, die kurz vor dem Ruhe­stand noch in eine Renten­versicherung einzahlen möchten, haben es schwer, einen passenden Vertrag zu finden. Dies musste Finanztest-Leserin Hedwig E. erfahren, die mit 61 Jahren eine staatlich geförderte Rürup-Renten­versicherung bei der HanseMerkur abschließen wollte. Sie wollte fünf Jahre lang einzahlen, bis zu ihrem Ruhe­stand – so ihr Wunsch. Doch der Versicherer vergraulte die Kundin, indem er eine gesetzliche Vorgabe erfand.

Trotz Werbung kein Angebot

Obwohl die HanseMerkur auch für kurz­laufende Verträge auf ihrer Internetseite wirbt, bekam E. den gewünschten Vertrag nicht angeboten, sondern nur einen mit zehn Jahren Einzahl­zeit. „Bitte beachten Sie, dass aufgrund der gesetzlichen Vorgaben der frühest­mögliche Beginn für die Rentenzahlung 2028 ist“, schrieb ihr die HanseMerkur. Doch eine solche gesetzliche Vorgabe gibt es gar nicht.

Höhere Kosten

Bei der Vertrags­variante mit zehnjäh­riger Anspar­phase sind jedoch die Abschluss- und Vertriebs­kosten höher. Offen­bar hat die Vertriebs­mit­arbeiterin der HanseMerkur Frau E. deshalb dieses Angebot gemacht und oben­drein die Kundin falsch informiert. Für eine Beitrags­summe von insgesamt 25 000 Euro bekäme Hedwig E. ab ihrem 71. Lebens­jahr eine garan­tierte Rente von gut 109 Euro im Monat. E. müsste älter als 90 Jahre werden, um garan­tiert ins Plus zu kommen. Sie hat das Angebot abge­lehnt. Erst als Finanztest recherchierte, bekam sie doch noch ein Angebot für fünf Jahre.

Gesetzliche Rente lohnender

Derzeit ist es güns­tiger, kurz vor dem Ruhe­stand freiwil­lige Beiträge in die gesetzliche Renten­versicherung zu zahlen

Tipp: Mehr Informationen erhalten Sie auf unserer Themenseite Gesetzliche Rente.

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