Der Lebensversicherer Clerical Medical und seine Vertriebspartner wie beispielsweise der AWD haben bis Anfang Mai fondsgebundene Rürup-Rentenversicherungen verkauft, die nicht den ­Bedingungen für eine Steuerförderung entsprachen. Bei einer schlechten Überschussentwicklung könne die Rente im Rentenverlauf auch dauerhaft niedriger ausfallen als bei Rentenbeginn, so die Oberfinanzdirektion Münster. Eine solche mögliche Verringerung der Rente ist nicht zulässig. Inzwischen hat Clerical Medical die Versicherungsbedingungen so geändert, „dass die Rente niemals unter den Betrag der Erstrente sinken wird“, erklärte das Unternehmen. Hält die Finanzverwaltung an ihren Beanstandungen fest, können Kunden die Steuerförderung nur noch für die Zeit nach Änderung der Bedingungen in Anspruch nehmen – nicht aber rückwirkend. Clerical Medical werde jedoch „sicherstellen“, dass den Kunden „keinerlei finanzielle Nachteile entstehen“, so eine Sprecherin. Wie dies geschehen soll, sei allerdings noch offen.

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