Wenn zwei Autos beim Rück­wärts-Ausparken zusammen­stoßen, ohne dass sich der Unfall­hergang aufklären lässt, wird die Schuld meist hälftig geteilt. Das gilt aber nicht, wenn einer der Beteiligten vor dem Zusammen­stoß noch schnell anhalten konnte. Deshalb bekommt eine Frau 80 Prozent Schaden­ersatz. Als sie sah, dass genau gegen­über ein Fahrer ebenfalls ausparkte, bremste sie geistes­gegen­wärtig und kam zum Stehen – der andere nicht. Er muss den größten Teil zahlen.

Auf Park­plätzen müssen Fahrer immer mit rangierenden und rück­wärts­fahrenden Pkw rechnen. Sie müssen so vorsichtig fahren, dass sie stets recht­zeitig anhalten können. Notfalls müssen sie mit dem Ausparken warten (Land­gericht Saarbrücken, Az. 13 S 122/12).

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