Gesundheitswert: Als Hasenfutter viel zu schade

Seit einiger Zeit geistert die „Salatlüge“durch die Medien: Der Gesundheitswert der grünen Blätter sei mal gerade der von Papiertaschentüchern.

Da haben wir den Salat: Knackig und gesund – so hieß es bisher immer. Nun soll da auf einmal nichts mehr dran sein? Tatsächlich klingt das, was an Nährwert in den Salatblättern steckt, fürs Erste nicht beeindruckend. Eisbergsalat besteht – typisch für Salat – vor allem aus Wasser, nämlich fast zu 95 Prozent, dazu nicht einmal 2 Prozent Ballaststoffe. Rucola, Feld- und Kopfsalat haben ähnliche Werte. Wahr ist aber ebenso: Auch Gemüse enthält vor allem Wasser, bei Weißkohl zum Beispiel sind es rund 90 Prozent. Der Gehalt an Ballaststoffen ist mit etwa 3 Gramm pro 100 Gramm zwar doppelt so hoch wie beim Blattsalat, aber immer noch nicht umwerfend angesichts der 30 Gramm Ballaststoffe, die wir täglich verzehren sollten. Das erreicht man mit reichlich Gemüse – davon isst man pro Portion ja mehr als von Blattsalat – und dazu vor allem mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten.

Was nun aber sekun­däre Pflanzenstoffe angeht, finden viele Experten warme Worte für kühlen Salat. Dass wir wich­tige Mikronährstoffe in beachtlichen Mengen auch aus Rohkost aufnehmen, ergab beispielsweise auch eine Studie der Louisiana State University. Sie wies an mehr als 17 000 Teilneh­mern nach, wie sich Salat und sonstige Rohkost auf die Blutwerte auswirken. Ein Ergebnis: Bei höherem Verzehr waren im Blut mehr Vitamine wie B 6, C und E nachweisbar, vor allem aber mehr Folsäure, an der es bei vielen mangelt.

Fazit: Frischer Salat, am besten gemischt mit rohem Gemüse, liefert wichtige Nährstoffe. Und er füllt den Magen figur­freund­lich, denn er ist ­kalorienarm – wenn die Salatsoße nicht zu viel Fett enthält. Aber selbst dem lässt sich Positives abgewinnen, wenn sie wie Raps- und Olivenöl für den Körper wichtige Fettsäuren mitbringt.

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