Rückruf von USB-Sticks Meldung

Der Flash Pen Fancy von Hama mit der Nummer 82516.

Der Flash Pen Fancy von Hama mit der Nummer 82516.

Die Reseller Hama und Emtec rufen USB-Sticks einer bestimmten Produktionsserie zurück. Die mobilen Datenträger sind so manipuliert, dass sie mehr Speicherplatz vorgaukeln als eigentlich vorhanden ist. Folge: Wichtige Dateien können ungefragt gelöscht werden.

Datenfresser statt Datenspeicher

Laut Aussagen der Firmen handelt es sich bei den Sticks mit ausgewiesenen zwei, vier sowie acht Gigabyte (GB) Speicherkapazität um manipulierte Fabrikate, die eigentlich nur 1 GB Fassungsvermögen aufweisen. Dadurch kommt es bei Dateiübertragungen, die über diese Grenze hinausgehen zum Supergau: Vorher gespeicherte Daten werden ungefragt überschrieben und gehen somit verloren.

Betroffene Sticks

Betroffen ist der „Flash Pen Fancy“ (Chargennummer 82516) von Hama und der „C-150“ von Emtec. Welcher Hersteller für die Manipulation der Speicher verantwortlich ist, ist noch nicht bekannt. Die Lieferungen aus November und Dezember 2007 stammen alle von einem chinesischen Großhändler, der allerdings die Schuld von sich weist. Es ist wahrscheinlich, dass noch andere Reseller die manipulierten USB-Sticks vertrieben haben und es daher zu weiteren Rückrufaktionen kommt. Medienberichten zufolge sind auch Produkte der Firma Bluemedia betroffen, hier liegt aber noch keine Stellungnahme vor.

Umtausch per Post oder vor Ort

Käufer sollen die defekten Speicher an die jeweiligen Firmen zurückschicken. Dies geschieht für den Kunden zwar kostenlos per Rücksende-Schein, auf einen Ersatz muss er aber unter Umständen lange warten. Hama kündigte bereits an, dass sich Betroffene aufgrund der Wiederbeschaffungszyklen bis zu vier Wochen gedulden müssten. Besser und deutlich schneller ist da der direkte Umtausch beim Händler vor Ort: Wer dort gekauft hat, bringt den Stick ganz einfach mit Hinweis auf den Rückruf zum Laden zurück.

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