Rückruf für Wurst von Aldi Süd Meldung

Die Firma Schepers & Comp ruft abgepackte Salami zurück, die bei Aldi Süd verkauft wurde. Der Grund: In einer Probe wurden Listerien gefunden. Diese Bakterien können die Gesundheit gefährden. Die Wurst heißt „Principe Salame Magretta & Salame Spianata“.

Betroffene Mindesthaltbarkeitsdaten

Die betroffene Wurst steckt in einer ovalen Packung mit durchsichtigem Deckel und grünem Rand. Sie trägt die Mindesthaltbarkeitsdaten 18.08.2011, 25.08.2011 oder 01.09.2011. Kunden können die Salami in eine Filiale von Aldi Süd zurückbringen und bekommen ihr Geld zurück.

Gefahr durch Listerien

Listerien können für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem – zum Beispiel Krebskranke oder Patienten nach einer Organtransplantation – gefährlich werden. Das gilt auch für Neugeborene, ältere Menschen und Schwangere. Falls die Bakterien die Infektionskrankheit Listeriose auslösen, kann dies bei Schwangeren sogar zu Früh- und Fehlgeburten führen. Gesunde Menschen erkranken nur sehr selten an Listeriose.

Symptome wie bei Grippe

Wer eine Listeriose hat, merkt dies oft gar nicht. Falls Symptome auftreten, erinnern sie – vor allem bei Schwangeren – an die Zeichen einer Grippe: Schmerzen in den Muskeln, Fieber oder Durchfall. Allerdings kann eine Listeriose auch zu Gehirnhautentzündung und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

2010 mehrere Todesfälle

Für große Verunsicherung sorgten im Frühjahr 2010 Listeriose-Infektionen in Deutschland und Österreich durch zwei Käseprodukte, die hierzulande bei Lidl verkauft worden waren (Rückruf für Reinhardshof-Käse von Lidl). In der Folge waren einige Infizierte sogar gestorben. Zuletzt wurde wegen Listerien im April 2011 Gorgonzola-Käse zurückgerufen, der in Filialen von Netto Marken-Discount zu kaufen war.

Hotline

Die Firma Schepers, die die jetzt betroffene Salami in Deutschland vertreibt, hat eine Hotline für besorgte Kunden eingerichtet: Von 8 bis 18 Uhr stehen dort unter der Nummer 0 28 45/800 100 Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung.

Tipp: Mehr Informationen zum Thema Listerien finden Sie in der Meldung „Listerien in Lebensmitteln“. Ein Merkblatt für Verbraucher zu Listerien gibt es beim Bundesinstitut für Risikobewertung.

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