Rückruf für TK Maxx-Babytrage Meldung

Die Ladenkette TK Maxx ruft Babytragebeutel der Marke Infantino vom Typ „SlingRider“ zurück. Es bestehe Erstickungsgefahr. Eltern sollen die Nutzung unverzüglich einstellen.

Kaufpreis wird erstattet

Betroffen sind nach Darstellung von TK Maxx Babytragebeutel, die zwischen Januar 2003 und März 2010 verkauft wurden. Unklar bleibt, wie viele der gefährlichen Babytragebeutel im deutschsprachigen Raum verkauft wurden, warum genau sie gefährlich sind und wie hoch das Risiko ist. Besitzer können die Babytragebeutel zurück ins Geschäft bringen und erhalten den Kaufpreis erstattet. Weitere Einzelheiten zum Rückruf nennt das Unternehmen nicht. Ein paar Details ergeben sich aus dem Rückruf der „Infantino SlingRider“ für die USA und Kanada. Danach verkauften Läden wie Walmart und Babies'R'Us dort seit 2003 insgesamt über eine Million Stück. Drei Babys im Alter von sechs Tagen, sieben Wochen und drei Monaten starben mutmaßlich aufgrund eines Konstruktionsfehlers des Babytragebeutels. Gefahr droht offenbar vor allem Säuglingen unter vier Monaten.

Hersteller in der Pflicht

Wird aufgrund eines Fehlers des Tragebeutels tatsächlich ein Baby verletzt oder gar getötet, hat der Hersteller Schadenersatz und ein angemessenes Schmerzensgeld zu zahlen. Hersteller im Sinne des Produkthaftungsgesetzes ist dabei das Unternehmen, dass die „SlingRider“ innerhalb der EU auf den Markt bringt. Bei Herstellung in anderen Ländern ist das regelmäßig der Importeur und oft auch der Vertrieb. Ein Verschulden des Herstellers müssen Betroffene nicht nachweisen. Feststehen muss nur, dass Ursache für das Unglück ein Produktfehler war.

Hersteller-Informationen zum Rückruf
Informationen der US-Verbraucherschutzbehörden

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