Rückruf für Ikea-Kinderstühle Meldung

Ikea ruft alle bisher verkauften Kinderhochstühle „Leopard“ zurück. Die Sitzschale kann abstürzen und das Kind sich dabei verletzen. Bei mindestens zwölf von insgesamt rund 500 verkauften Stühlen brachen Teile an der Aufhängung der Sitzschale. Das Möbelhaus hat den Verkauf gestoppt und warnt Eltern vor der Benutzung.

Bruch an der Sitzschale

Vom Rückruf betroffen sind sämtliche „Leopard“-Hochstühle. Sie waren von Oktober an mit weißen oder schwarzem Rahmen und weißem, transparent-grauem, rotem oder schwarzem Sitz für jeweils 49 Euro zu haben. Bei den Stühlen kann der Steg brechen, mit dem der Sitz am Rahmen eingehakt ist. Beim Absturz der Sitzschale drohen Kindern Verletzungen. Der bislang einzige bekannte Absturz eines Kindes samt Sitzschale verlief glimpflich; das Kind kam mit Prellungen an den Beinen davon. Insgesamt liegen nach Darstellung von Ikea zwölf Berichte über Brüche an der Sitzschale vor. Zusätzliches Risiko: Unter Umständen brechen scharfkantige, kleine Teile ab. Kinder können sie verschlucken und sich innere Verletzungen zuzuziehen.

Rückgabe gegen Kaufpreiserstattung

Käufer von Leopard-Hochstühlen sollen sie nicht mehr benutzen und können sie gegen Kaufpreiserstattung zurück zu Ikea bringen. Ob sich das Sicherheitsproblem lösen lässt und Leopard-Hochstühle wieder ins Sortiment kommen, steht nach Darstellung eines Ikea-Sprechers noch nicht fest.

Schadenersatz und Schmerzensgeld

Bei Verletzungen wegen Brüchen aufgrund von mangelhafter Stabilität hat Ikea als Hersteller Schadenersatz und ein angemessenes Schmerzensgeld zu zahlen. Für Schäden am Sitz haftet Ikea im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung.

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