Rückruf für Espresso-Kocher und Laufrad Meldung

In gleich zwei Fällen sind Tchibo-Kunden in Gefahr: Bei dem Holz-Laufrad „Racing junior“, das vor knapp einem Jahr im Angebot war, kann nach Unternehmensangaben die Gabel brechen. Es drohen gefährliche Stürze. Gefährlich ist auch der elektrische Espressokocher, der mit dem Slogan „Wie von Hand gemacht“ seit einigen Wochen im Angebot war. Bei ihm kann sich unter Druck die Verschraubung zwischen Ober- und Unterteil lösen und schlagartig heißer Dampf frei werden.

Geld zurück

Wer vom Rückruf betroffene Ware gekauft hat, kann sie in jede Tchibo-Filiale zurückbringen oder bei Bestellung übers Internet zurückschicken. Der Kaufpreis wird erstattet. Beim Kinderlaufrad spendiert Tchibo als kleine Entschädigung zusätzlich noch einen Gutschein. Ersatz bietet das Unternehmen allerdings nicht an. Kunden können sich bei zwei gebührenfreien Hotlines melden. Fragen zum Espressokocher beantwortet Tchibo unter 0 800/0 72 42 58. Für Informationen zum Laufrad sind Mitarbeiter unter 0 800/1 18 21 20 zuständig.

Kunden warnten Tchibo

Beide Rückrufe gehen nach Tchibo-Angaben auf Kundenmeldungen zurück. Bei Stürzen wegen des Gabelbruchs am Laufrad erlitten einzelne Kinder leichte Verletzungen. Auch bei Benutzung der Espresso-Maschine gab es einzelne Unfälle; es blieb nach Darstellung einer Tchibo-Sprecherin jeweils bei Sachschäden.

Anspruch auf Schmerzensgeld

Vielfach nicht bekannt: Wer durch einen Produktfehler zu Schaden kommt, kann vom Hersteller nach dem Produkthaftungsgesetz Ersatz von Behandlungskosten, den Ausgleich von Vermögensschäden und die Zahlung von Schmerzensgeld verlangen. Bei Sachschäden gilt eine Eigenbeteiligung von 500 Euro. Ein Verschulden müssen Verbraucher dem Hersteller nicht nachweisen. Voraussetzung für Schadenersatz-Ansprüche und Schmerzensgeld ist nur, dass die Verletzung auf einem Produktfehler beruht. Auf die Ursache für den Fehler kommt es nicht an. Der Hersteller haftet in jedem Fall.

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