Rückruf für Drössiger-Rennräder Meldung

Nach einem schweren Unfall ruft Jürgen Drössiger rund 150 Rennräder vom Typ Drössiger 989 zurück. In einem Teil der von September 2008 bis Anfang Oktober 2009 ausgelieferten Räder ist eine womöglich fehlerhaft hergestellte Gabel montiert. Sie kann brechen und zu lebensgefährlichen Stürzen führen. Betroffene erhalten eine neue Gabel.

Fehler in der Produktion

Nach Darstellung eines Unternehmenssprechers stehen rund 60 der an Drössiger 989-Rennrädern verbauten Gabeln aus Carbonfaser unter Verdacht. Der Zulieferer der Gabeln habe die zulässigen Fertigungstoleranzen nicht eingehalten. Im Einzelfall kann die Gabel während der Fahrt brechen. Ein womöglich lebensgefährlicher Sturz ist dann kaum zu vermeiden. Ruchbar wurde der mutmaßliche Produktionsfehler, nachdem ein älterer Rennradfahrer wegen eines Gabelbruchs verunglückte und sich schwer verletzte. Lebensgefahr besteht nicht, es ist aber unklar, ob alle Verletzungen vollständig verheilen werden.

Austausch beim Händler

Für Kunden sind die womöglich gefährlichen Gabel nicht von intakten zu unterscheiden. Drössiger bittet daher alle Besitzer von 989-Rennrädern, die zwischen September 2008 und Oktober 2009 ausgeliefert wurden, ihr Rad zur Kontrolle zurück zum Händler zu bringen. Bei Bedarf tauscht der Händler die Gabel aus. Drössiger warnt: Mit vom Rückruf betroffenen Rädern sollten Kunden vor Kontrolle der Gabel nicht fahren. Über Einzelheiten zum Rückruf informieren Drössiger-Mitarbeiter unter 0 24 03/78 36 55.

Schadenersatz und Schmerzensgeld

Wer wegen einer fehlerhaften Gabel stürzt, kann vom Hersteller Schadenersatz und ein angemessenes Schmerzensgeld verlangen. Ein Verschulden muss er ihm nicht nachweisen. Feststehen muss nur, dass die fehlerhafte Gabel Ursache für den Sturz war.

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