Rückruf für Computer und Notebooks mit Intel-Chips Meldung

Intel-Werbung für die neuen Sandy Bridge-Chipsätze. Jetzt gab das Unternehmen zu: Ein winziger Fehler in der Elektronik kann das Abspeichern von Daten bremsen oder sogar völlig verhindern.

In die Chipsätze für die nagelneuen Sandy-Bridge-Prozessoren von Intel hat sich ein Fehler eingeschlichen. Er kann das Abspeichern von Daten auf Festplatte oder DVD-Brenner verzögern oder sogar ganz ausbremsen. test.de informiert.

Alle Core-i-2000-Rechner betroffen

Betroffen sind offenbar alle bisher ausgelieferten Hauptplatinen für die neuen Intel Prozessor-Baureihen der Baureihen Core i3–2000, Core i5–2000 und Core i7–2000. Laut Intel kann der Fehler die Leistung des SATA-Controllers beeinträchtigen. Er ist für die Speicherung von Daten auf Geräten wie Festplatten und DVD-Brennern verantwortlich. Der Fehler wirkt sich nur unter bestimmten Umständen und nicht bei allen betroffenen Geräten aus. Er kann außerdem zu unterschiedlichen Folgen führen. Vor allem kann die Geschwindigkeit beim Abspeichern leiden. Unter Umständen erkennen betroffene Hauptplatinen angeschlossene Speicherlaufwerke gar nicht mehr.

Ablauf des Rückrufs noch unklar

Wie und welche Computer und Notebooks nachgerüstet oder ausgetauscht werden müssen, will Intel mit den Herstellern der Geräte klären. Bisher sind in Deutschland erst wenige Rechner mit der neuen Technik im Angebot. Dennoch: Der Chip-Gigant aus den USA rechnet für den Austausch der defekten Geräte mit Kosten von bis zu 700 Millionen US-Dollar. Der größte Teil der betroffenen Hauptplatinen liegt aber noch in den Lagern der Computer-Hersteller und -Händler. Einwandfreie Chips will Intel ab Mitte Februar liefern.

Weitere Details: www.heise.de zum Intel-Rückruf
Infos direkt vom Hersteller: Alert for Intel 6 Series Express Chipsets und Support (beides englisch)

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