Rück­ruf bei dm Meldung

dm Bio Sesam ungeschält 500 g, Öko-Kontroll­stellen­nummer AT-BIO-301.

Wegen einer möglichen Belastung mit Salmonellen ruft die Drogeriekette dm Sesam ihrer Bio-Eigenmarke zurück. Betroffen von dem Rück­ruf seien bestimmte Chargen von 500-Gramm-Packungen mit ungeschältem Bio-Sesam, teilte das Unternehmen mit. test.de sagt, welche Chargen betroffen sind – und was an Salmonellen so gefähr­lich ist.

Bei Kontrollen gefunden

Laut dm sind bei Kontrollen in einer Probe der Eigenmarke „dm Bio Sesam ungeschält 500 g“ gesund­heits­gefähr­dende Salmonellen gefunden worden. Da nicht „mit voll­kommener Sicherheit“ ausgeschlossen werden könne, dass vereinzelte Produkte bestimmter Chargen betroffen seien, würden diese „vorsorglich aus dem Verkauf“ genommen, teilte das Unternehmen mit.

Diese Chargen sind betroffen

Nach Angaben von dm kommt der verunreinigte Sesam aus Uganda. Folgende Chargen sind betroffen:

  • L6601080 (Mindest­halt­barkeits­daten 07.10.2016 und 08.10.2016)
  • L5601142 (Mindest­halt­barkeits­datum 14.10.2016)
  • L5603020 (Mindest­halt­barkeits­datum 03.12.2016)
  • L5603021 (Mindest­halt­barkeits­datum 03.12.2016)
  • L5603030 (Mindest­halt­barkeits­datum 03.12.2016)
  • L5603050 (Mindest­halt­barkeits­datum 05.12.2016)
  • L5603051 (Mindest­halt­barkeits­datum 05.12.2016)

Die Chargencodierung befindet sich auf der Seite der Produkt­verpackung. Kunden sollen die Packungen in ihre dm-Filiale zurück­bringen, der Kauf­preis wird erstattet.

Bisher laut dm kein Krank­heits­fall bekannt

Auf Nach­frage von test.de sagte dm-Geschäfts­führer Christoph Werner: „Unser Lieferant wurde von einem Vorlieferanten darüber informiert, dass für eine Rohwarencharge des dmBio Sesam ein Salmonellenbefall nicht auszuschließen sei. Darauf­hin hat unser Lieferant die zuständige Lebens­mittel­behörde informiert und insgesamt 27 Rück­stell­proben zur Nach­analyse geschickt. Bei einer der Proben wurden Salmonellen nachgewiesen. Darauf­hin haben wir im Austausch mit unserem Lieferanten und der zuständigen Behörde den öffent­lichen Rück­ruf vorgenommen, um eine Gesund­heits­gefähr­dung für unsere Kunden auszuschließen. Von einem Krank­heits­fall ist uns nichts bekannt.“

Salmonellen können schwere Infektionen verursachen

Eine Infektion mit Salmonellen ist besonders gefähr­lich für kleine Kinder, Alte, Schwangere und Menschen, deren Abwehr­kraft – etwa durch Krankheit – geschwächt ist. Die Keime können Magen-Darm-Krankheiten auslösen und zu Durch­fall und Erbrechen führen. Bei schweren Verläufen kann es sogar zu Blut­vergiftungen und Hirnhaut­entzündungen kommen.

Tipp: Wo über­all Risikokeime lauern und wie Sie sich vor ihnen schützen können, verrät unser Special Keime in der Küche. Mehr über die Hintergründe von Rück­rufen erfahren Sie in unserem Special So gehen Unternehmen und Behörden vor.

Newsletter: Bleiben Sie auf dem Laufenden

Mit den Newslettern der Stiftung Warentest haben Sie die neuesten Nach­richten für Verbraucher immer im Blick. Sie haben die Möglich­keit, Newsletter aus verschiedenen Themen­gebieten auszuwählen.

test.de-Newsletter bestellen

Diese Meldung ist am 9. September 2016 auf test.de erschienen. Sie wurde am 13. September 2016 ergänzt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 19 Nutzer finden das hilfreich.