Rück­ruf bei dm Keime in Peelingmaske

Rück­ruf bei dm - Keime in Peelingmaske
© alverde Naturkosmetik dm

Die Drogeriemarkt­kette dm ruft vorsorglich „alverde naturschön Peelingmaske 100 ml“ mit zwei bestimmten Mindest­halt­barkeits­daten zurück. Der Grund dafür: Bei routine­mäßigen Labor­unter­suchungen sind vereinzelt Krank­heits­erreger nachgewiesen worden. Kunden erhalten ihr Geld zurück.

Mindest­halt­barkeits­datum auf dem Etikett prüfen

Wegen einer nachgewiesenen Verunreinigung mit krankmachenden Pseudomonas aeruginosa-Bakterien ruft dm Ware mit dem Mindest­halt­barkeits­datum (MHD) 09/2019 oder 10/2019 zurück. Die Angaben sind auf dem Tiegeletikett zu erkennen. Kunden, die das Produkt „alverde naturschön Peelingmaske 100 ml“ mit einem der genannten Mindest­halt­barkeits­daten bereits gekauft haben, sollten dieses nicht mehr benutzen. Wer die Tiegel in eine dm-Filiale zurück bringt, erhält den Kauf­preis erstattet. dm teilt mit, dass bisher keine Kunden­beschwerden zu dem zurück­gerufenen Produkt vorlägen. Wer die Peelingmaske bereits verwendet und mit Haut­beschwerden reagiert habe, sollte aber einen Arzt aufsuchen, rät das Unternehmen.

Peelingmaske offen­bar nicht ausreichend konserviert

„Nach aktuellem Kennt­nisstand gehen wir davon aus, dass es im Rahmen der Abfüllung des Produktes zu einer ungleichen Verteilung der Inhalts­stoffe gekommen ist, so dass vereinzelt ein Keim­wachs­tum ermöglicht war“, heißt es in einer Mitteilung auf der dm-Unter­nehmens­webseite. Wie die Keime in die Tiegel gelangen konnten, ist nicht klar. Pseudomonas aeruginosa rufe bei Menschen mit intaktem Immun­system selten Krankheiten hervor. Der Erreger könne aber bei bereits immun­geschwächten Personen zu Infektionen von Wunden, Atem- und Harnwegen sowie Blut­vergiftungen und Herz­erkrankungen führen, lautet eine Einschät­zung des Bundes­instituts für Risiko­bewertung. „Die meisten Pseudomonas-aeruginosa-Stämme sind von Natur aus gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent“, schreibt das Robert Koch-Institut. Das Bakterium ist auch als ein sogenannter Kranken­hauskeim bekannt.

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