Diese Produkte von Rewe und Norma sind vom Lebens­mittel­rück­ruf betroffen.

Frikadellen­produkte bei Rewe und Norma könnten mit Listerien belastet sein. Die Keime sind besonders für Schwangere, immun­geschwächte und ältere Menschen gefähr­lich. Der Hersteller hat mehrere Chargen von Frikadellenbäll­chen der Handels­marken Ja und Gut Bartenhof zurück­gerufen.

Produkte von Ja und Gut Bartenhof betroffen

Das Unternehmen Fleisch-Krone Fein­kost hat Frikadellenbäll­chen und Frikadellen zurück­gerufen. Betroffen sind Produkte der Handels­marke Ja von Rewe sowie Produkte der Handels­marke Gut Bartenhof von Norma:

  • Ja Frikadellenbäll­chen, 500 g, Charge 97814, Mindest­halt­barkeits­datum 05.11.2019.
  • Ja Frikadellenbäll­chen, 500 g, Charge 98476, Mindest­halt­barkeits­datum 20.11.2019.
  • Gut Bartenhof Frikadelle Klassik, Charge 97812, Mindest­halt­barkeits­datum 5.11.2019.
  • Gut Bartenhof Frikadellen-Bäll­chen, Charge 97813, Mindest­halt­barkeits­datum 05.11.2019.

Verbraucher, die noch Vorräte von diesen Hack­fleisch­produkten zu Hause haben, sollten sie auf keinen Fall verzehren. Kunden können bereits gekaufte Fleisch­bäll­chen und Frikadellen in Rewe- und Norma-Filialen abgeben, der Kauf­preis wird erstattet.

Durch­fall, Fieber, Blut­vergiftung

Listerien können schon sechs Stunden nach der Aufnahme eine Infektion auslösen, aber auch erst zwei Wochen später. Eine Listeriose zeigt sich häufig mit Durch­fall und Fieber an, die meist nach zwei bis drei Tagen über­wunden sind. Doch für einige Menschen sind die Krank­heits­erreger richtig gefähr­lich: für Schwangere, Neugeborene, immun­geschwächte und ältere Menschen. Bei geschwächter Immun­abwehr besteht ein erhöhtes Risiko für Blut­vergiftungen und Hirnhautenzündung. Bei Schwangeren kann es zu Fehl-, Früh- und Totgeburten oder Schädigungen des ungeborenen Kindes kommen – selbst wenn keine Krank­heits­symptome wahr­nehm­bar sind. Mehr Infos auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

Tipp: Bei Verdacht auf eine Listeriose sollten Betroffene zum Arzt gehen. Alle Schwangeren, die die zurück­gerufenen Hack­fleisch­produkte gegessen haben, sollten vorsichts­halber – auch ohne Symptome – mit einem Mediziner sprechen, empfiehlt die Verbraucherseite lebensmittelwarnung.de. Wer eine Listeriose erlitten hat, sollte auf besondere Toilettenhygiene achten. Infizierte Personen können die Erreger noch mehrere Monate nach der Anste­ckung mit dem Stuhl ausscheiden.

Listerien kommen über­all vor

Wie die Listerien in die zurück­gerufenen Produkte gelangt sind, ist unklar. Die Erreger kommen über­all vor: in der Erde, auf Pflanzen, in Abwässern, im land­wirt­schaftlichen Bereich (etwa in Tierfutter) sowie in lebens­mittel­ver­arbeitenden Betrieben. Häufig sind tierische Lebens­mittel befallen wie Fleisch, Wurst, Räucher­fisch, Rohmilch und Rohmilchkäse. Die Krank­heits­erreger können aber auch Pflanzen­kost wie Salat verunreinigen. Zuletzt sorgten Listerien in Wurst und Grillfleisch der Firma Wilke für Schlagzeilen. Wir haben in unserem Test von 22 Fertig-Frikadellen aus Schwein, Rind und Geflügel keine Krank­heits­erreger gefunden. Mit einer Ausnahme waren alle Produkte mikrobiologisch unauffäl­lig – in dem bean­standeten Produkt hatten wir eine hohe Anzahl Verderbniser­reger (Hefen und Milchsäurebakterien) nachgewiesen.

Tipp: Risiko­gruppen sollten keine Produkte mit rohem Fleisch, rohem Fisch oder roher Milch essen und auf vorgeschnittene, verpackte Blatt­salate verzichten. Listerien sterben ab, wenn Lebens­mittel zwei Minuten lang im Kern auf mindestens 70 Grad durch­erhitzt werden. Mehr praktische Infos, um Listerien zu vermeiden, finden Sie in unserm Special Keime in der Küche sowie in einem Flyer vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

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