Rück­ruf Shimano Roller Brake Meldung

Hat die Trommel Risse, kann sie beim Bremsen brechen.

Shimano, der welt­größte Hersteller von Fahr­radkomponenten, hat bei seinen aktuell produzierten Rollenbremsen an einzelnen Produkten Risse in der Brems­trommel fest­gestellt. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass bei heftigem Bremsen die Trommel bricht und die Bremse versagt, fordert Shimano alle Besitzer rollengebremster Fahr­räder auf, ihre Bremsen im Fach­handel kontrollieren zu lassen.

Neue Räder von Batavus und Gazelle betroffen

Der Rück­ruf betrifft Vorderradbremsen BR-IM45 und BR-IM55, die seit dem 15. Januar dieses Jahres hergestellt wurden. Diese sind an dem Produktionscode NA oder ML auf der Innenseite der Bremsen erkenn­bar. In Deutsch­land wurden sie in Räder der Marken Batavus und Gazelle verbaut. Shimano beteuert, dass bislang keine Unfälle wegen defekter Rollenbremsen bekannt geworden seien.

Zurück zum Händler

Käufer von Fahr­rädern mit den genannten Rollenbremsen sollten auf keinen Fall mehr mit dem Fahr­rad fahren. Sie sollten das Rad umge­hend zu ihrem Händler bringen. Der tauscht die Bremse unentgeltlich aus. Auch wenn nicht sicher ist, ob die Bremse an dem neuen Fahr­rad eine der betroffenen Bremsen ist, steht der Fahr­radhändler dem Kunden beratend zur Seite.

Geprüfte Bremsen mit grünem oder weißem Punkt

Rück­ruf Shimano Roller Brake Meldung

Bremsen, die Shimano bereits vor der Auslieferung des Fahr­rads an den Fach­handel auf Risse geprüft hat, werden mit einem grünen oder weißen Aufkleber auf der Innenseite der Bremse markiert (siehe Bild links). Fahr­räder mit derart gekenn­zeichneten Bremsen sind nicht von dem Rück­ruf betroffen.

Anspruch auf Schaden­ersatz bei Unfällen

Wer sich aufgrund einer gebrochenen Shimano-Brems­trommel verletzt hat, sollte sich über­legen, ob er Ansprüche gegen­über dem jeweiligen Fahr­radhersteller oder Shimano geltend macht. Tech­nische Geräte müssen so gebaut sein, dass sie gefahr­los genutzt werden können. Hersteller müssen für Verletzungen und Schäden durch Produkt­fehler gerade­stehen. Schäden am Fahr­rad erfasst die Produkthaftung nicht.

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