Rückruf Schinkenzwiebelmettwurst Meldung

Die Firma Wilhelm Branden­burg ruft zwei Sorten abgepackte Schinken­zwiebel­mettwurst zurück, die bundes­weit in Märkten von Penny und Rewe verkauft wurde. Grund: In einer Probe wurde eine spezielle Form von Escherichia coli namens Stec gefunden. Diese Bakterien können schwere Durch­fall­erkrankungen verursachen.

[Update 2. März 2012]

Inzwischen liegen nach Angaben von Rewe weitere amtliche Laborergebnisse vor. Diese zeigen, dass es sich bei dem Keim in den beiden zurückgerufenen Schinkenzwiebelmettwürsten nicht um Stec-Erreger handelt – anders als am Vortag vom Hersteller veröffentlicht. Auch Ehec wurde demnach nicht gefunden. Die Stiftung Warentest rät: Dennoch sollten Verbraucher die betroffenen Würste sicherheitshalber nicht essen. Update Ende

Zwei Wurstsorten betroffen

Die beiden betroffenen Wurstsorten: „Meisterklasse Schinkenzwiebel­mettwurst“ (Packungsinhalt 200 g, siehe Foto) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.03.2012 und 12.03.2012 sowie „Timmendorfer Schinkenzwiebel­mettwurst“ (Packungsinhalt: 2 x 100 g) mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 09.03.2012 bis 12.03.2012. Kunden können bereits gekaufte Produkte in die Filialen von Penny und Rewe zurückbringen und bekommen dort ihr Geld wieder.

Gefahr für den Darm

Escherichia coli-Bakterien kommen im menschlichen und tierischen Darm vor und sind in der Regel harmlos. Aber einige Typen bilden Gifte, die den Darm schädigen und schwere Durchfallerkrankungen verursachen können. Dazu zählen auch die in den zurückgerufenen Würsten entdeckten Stec. Die Abkürzung steht für Shiga-Toxin produzierende E. coli. Übrigens setzen auch Ehec-Erreger, die letzten Sommer in Deutschland grassierten, diese Toxine frei und gelten als Untergruppe von Stec. Die Übertragung von Stec-Erregern kann durch verunreinigte Lebensmittel erfolgen, etwa unzureichend gegartes Fleisch, Rohmilchprodukte und rohes Gemüse. Wegen der möglichen Gesundheitsrisiken rät das Unternehmen Wilhelm Brandenburg dringend vom Verzehr der Würste ab und ließ sie aus dem Verkauf nehmen.

Hintergrundinfos zu Keimen in Lebensmittel

Genauere Informationen zu E. coli und seinen gefährlichen Varianten finden Sie in einem Merkblatt der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA. In welchen Lebensmitteln andere Risikokeime wie Salmonellen oder Listerien lauern und wie Sie ihnen in der Küche Herr werden, erklären die Experten von test So bekämpfen Sie die Krankmacher. Die wichtigsten Hinweise für mehr Hygiene im Küchenalltag in Kurzform finden Sie in den Tipps zur Küchenhygiene.

Dieser Artikel ist hilfreich. 507 Nutzer finden das hilfreich.