Rück­ruf Schattenmorellen von Hainich Meldung

Die Firma Hainich Konserven GmbH aus Thüringen ruft vorsorglich Schattenmorellen im Glas mit dem Mindest­halt­barkeits­datum 17.07.2015 zurück. Der Grund: Ein Kunde hatte einen Glas­splitter in einer 370-Milliliter-Glas­konserve bemerkt. Wie der Splitter dort hinein­gelangt ist, kann das Unternehmen nach eigenen Angaben derzeit noch nicht sagen. Der Ursache werde aber nachgegangen.

Verkauf in sieben Bundes­ländern

Nachdem ein Kunde Ende vergangener Woche einen Glas­splitter in Schattenmorellen der Marke Hainich entdeckt hatte, hat der Hersteller unmittel­bar reagiert. Er ruft sämtliche Gläser von Schattenmorellen mit dem Mindest­halt­barkeits­datum 17.07.2015 aus Sicher­heits­gründen zurück. Die Firma Hainich Konserven GmbH vertreibt die Schattenmorellen in den Bundes­ländern Bayern, Hessen, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über die Handels­ketten Edeka, Markt­kauf, Rewe und Tegut.

Verbraucher können betroffene Ware zurück­geben

Kunden, die die betroffenen Schattenmorellen gekauft haben, können sie laut Unternehmen über den Handel zurück­geben. Sie sollen dann Ersatz erhalten. Schattenmorellen der Firma Hainich Konserven GmbH mit anderen Mindest­halt­barkeits­daten sowie andere Artikel seien nicht betroffen und uneinge­schränkt zum Verzehr geeignet, schreibt das Unternehmen in einer Presse­mitteilung. Glas­konserven – darunter auch Schattenmorellen – sind beliebt für die Vorratshaltung, weil sie sich mehr als zwei Jahre lang lagern lassen.

Glas­splitter nicht ganz selten in Konserven

Verpackungs­fehler wie Glas­splitter in Konserven stellen in Deutsch­land etwa 11 Prozent der Rück­rufe von Lebens­mitteln, die seit Oktober 2011 auf der www.lebensmittelwarnung.de des Bundes­amts für Verbraucher­schutz und Lebens­mittel­sicherheit veröffent­licht werden. Das berichtet test.de im aktuellen Report Rückruf von Lebensmitteln. Die häufigste Ursache für Rück­rufe sind mit etwa 40 Prozent mikrobiologische Verunreinigungen, etwa durch Keime: So schützen Sie sich vor Keimen in der Küche. Hersteller und Händler sind nach einer EU-Verordnung dazu verpflichtet, Kunden und Behörden so schnell wie möglich zu informieren, wenn sie von Mängeln bei einem Lebens­mittel erfahren. Die Behörden kontrollieren danach stich­proben­artig, ob die Produkte wirk­lich aus dem Handel genommen wurden. Wenn sich Hersteller und Händler nicht daran halten, drohen Bußgelder.

Schaden­ersatz und Schmerzens­geld

Ganz allgemein: Wenn ein Produkt­fehler zu Verletzungen bei Kunden führt, hat der Hersteller des Produkts Schaden­ersatz und ein angemessenes Schmerzens­geld zu zahlen. Fest­stehen muss, dass der Produkt­fehler, also zum Beispiel die Verunreinigung der Ware mit Glas­splittern, Ursache für die Beein­trächtigung des Kunden war. Doch für Verbraucher ist es nicht immer einfach, seine Rechte bei der Produkthaftung durch­zusetzen.

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