Vom Rück­ruf betroffen: Der Roquefort-Käse Cosse Noir von Gabriel Coulet.

Vom Rück­ruf betroffen: Der Roquefort-Käse Cosse Noir von Gabriel Coulet.

Die Verbraucher­schutz­behörden des Bundes und der Länder warnen vor dem Verzehr bestimmter Sorten Roquefort-Käse. Die Marke Cosse Noir des französischen Herstel­lers Gabriel Coulet wurde unter anderem in Märkten von Kauf­land verkauft. Auch die Marken Decasse, Castelviel, Cora und Auchan desselben Herstel­lers sind von dem Rück­ruf betroffen. Grund: In dem Käse wurden sogenannte Stec-Bakterien gefunden. Sie können schwere Durch­fall­erkrankungen verursachen, die in seltenen Fällen zu lebens­bedrohlichen Erkrankungen führen.

Fünf Roquefort-Marken desselben Herstel­lers betroffen

Betroffen sind nach Angaben des französischen Herstel­lers Gabriel Coulet die Marken Cosse Noire, Decasse, Castelviel, Cora und Auchan mit den Mindest­halt­barkeits­daten 28. Juli bis 5. August sowie 30. September bis 19. November. Der länder­über­greifenden Lebens­mittel­warnung zufolge ist Käse mit den sogenannten Losnummern 120466173 und 120466177 betroffen. Es handelt es sich um 100-Gramm-Packungen und Teil­stücke von Käselaibern. Bekannt ist mitt­lerweile, dass die Marke Cosse Noir unter anderem über Kauf­land-Filialen vertrieben wurde. Speziell hier handelt es sich um 100-Gramm-Packungen mit dem Mindest­halt­barkeits­datum 20.10.2012 und der Losnummer 120466173. Kauf­land hat den Käse mitt­lerweile aus dem Verkauf genommen. Kunden, die ihn gekauft haben, sollten ihn nicht verzehren. Sie können betroffene Packungen zu Kauf­land zurück­bringen und bekommen dort ihr Geld zurück. Auch andere Einzel­händler wurden angewiesen, den betroffenen Käse nicht mehr zu verkaufen.

Schwere Gesund­heits­schäden möglich

Die französischen Behörden hatten bei dem Käse eine Verunreinigung mit Stec-Bakterien fest­gestellt. Die Abkür­zung steht für Shiga-Toxin produzierende E. coli. Stec-Bakterien können dramatisch verlaufende Durchfall­erkrankungen hervorrufen. Bei fünf bis zehn Prozent der Erkrankten, vor allem bei Kindern unter sechs Jahren, älteren und abwehr­geschwächten Menschen, kann sich die gefähr­liche Folge­erkrankung HUS entwickeln. HUS steht für hämolytisch-urämisches Syndrom. Dabei werden Blutgefäße, die roten Blutkörperchen und die Nieren geschädigt. Die Beschwerden bessern sich meist wieder, doch einige Patienten bleiben lebens­lang auf das Blut­reinigungs­verfahren Dialyse angewiesen. Als weitere Komplikationen können Hirn­blutungen, neurologische Störungen und Schädigungen an anderen Organen wie Bauch­speicheldrüse und Herz auftreten. Personen, die entsprechende Symptome etwa fünf bis 13 Tage nach Beginn des Durch­falls aufweisen, sollten dringend eine Arzt aufsuchen.

Hintergrundinfos zu Keimen in Lebens­mittel

Genauere Informationen zu Stec-Bakterien finden Sie in einem Merk­blatt der europäischen Lebens­mittel­behörde EFSA. In welchen Lebens­mitteln andere Risikokeime wie Salmonellen oder Listerien lauern und wie Sie ihnen in der Küche Herr werden, erklären die Experten von test So bekämpfen Sie die Krankmacher. Die wichtigsten Hinweise für mehr Hygiene im Küchen­alltag finden Sie im Special Keime in Lebensmitteln.

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