Rückruf Oliven- und Tomatenpasten Meldung

In Frankreich sind Verbraucher nach dem Verzehr von Produkten der Firma „La Ruche“ am gefährlichen Botulismus erkrankt. Das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz warnt deswegen vor dem Verzehr der Produkte dieses Herstellers und rät, vorhandene Produkte wegzuschmeißen.

Botulismuserkrankungen in Frankreich

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) teilt mit, dass in Frankreich mehrere Personen an Botulismus, einer lebensbedrohlichen Muskel- oder Atemlähmung, erkrankt sind. Ursache der Infektion sei nach Informationen französischer Behörden der Verzehr von Oliven- bzw. Tomatenpasten der Marke „Les Délices de Marie Claire“. Sie stammt vom regionalen Hersteller „La Ruche“ in der Region Vaucluse in Südfrankreich und in der Region Somme in Nordfrankreich. Die Pasten wurden auch unter den Namen „Terre de Mistral“ und „Les secrets d’Anaïs“ vertrieben. Wichtig sind diese Informationen auch für Verbraucher, die solche Produkte im Urlaub in Frankreich oder über das Internet erworben haben könnten.

BVL warnt vor „La Ruche“-Produkten

Laut BVL wurden auch in anderen Produkten des Hersteller der krankheitserregende Keim oder Botulinumtoxin nachgewiesen. In Frankreich läuft nun eine Rückrufaktion sämtlicher Produkte des Herstellers. Da eine Vergiftung schwerste gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann, warnt das BVL ausdrücklich vor dem Verzehr von Produkten des Unternehmens „La Ruche“, ansässig im französichen Cavaillon, insbesondere der Marken „Les délices de Marie Claire“, „Terre de Mistral“ und „Les secrets d’Anaïs“. Verbraucher, die entsprechende Produkte noch im Haushalt besitzen, sollten diese Produkte über den Hausmüll entsorgen.

Informationen zum Botulismus

Botulismus ist eine Vergiftung des Nervensystems. Es handelt sich um eine ernste Erkrankung, die nach Angaben des BVL in Deutschland selten auftritt. Die Vergiftung ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Sie wird hervorgerufen durch den Verzehr eines kontaminierten Lebensmittels, das von einem Bakterium produziertes Botulinumtoxin enthält. Laut BVL treten die Symptome der Vergiftung in der Regel 12 bis 36 Stunden nach dem Verzehr auf. Erste typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle. Es folgen neurologische Einschränkungen wie Sehstörungen, Mundtrockenheit und Sprech- sowie Schluckstörungen, die mit starker Müdigkeit, Schwächegefühl und Schwindel einhergehen. Die Krankheit entwickelt sich weiter mit einer Lähmung der Halsmuskulatur und der Arme, bevor die Atemmuskulatur und die untere Körperhälfte gelähmt werden. Hinweise für Verbraucher zum Botulismus durch Lebensmittel gibt es beim Robert Koch Institut und beim Bundesinstituts für Risikobewertung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 17506 Nutzer finden das hilfreich.