Rück­ruf Matjesfilets Meldung

Salmonellen in Matjesfilets der Edeka-Eigenmarke „Gut & Günstig“ gefunden: Der Zulieferer hat deshalb eine Charge von „Edle Matjesfilets nach nordischer Art mit Raps­ölfilm“ mit vier Mindest­halt­barkeits­daten im Juli 2015 zurück­gerufen. Das betroffene Produkt war auch bei den Edeka-Töchtern Markt­kauf, NP Discount, WEZ und Konsum Leipzig erhältlich.

Salmonellen fielen bei Eigen­kontrollen auf

Die Firma Fekoma Fein­kost aus Staß­furt in Sachsen-Anhalt hat bei Eigen­kontrollen in einer Packung von „Edle Matjesfilets nach nordischer Art in Raps­ölfilm“ Salmonellen nachgewiesen. Das Produkt wird unter der Edeka-Eigenmarke „Gut & Günstig“ verkauft. Die Fein­kost-Firma ruft daher nun eine Charge mit folgenden Merkmalen zurück:

  • Mindest­halt­barkeits­daten: 12.07.2015, 14.07.2015, 19.07.2015 und 21.07.2015.
  • Veterinär­kontroll­nummer (Angabe in ovalem Kreis auf der Packungs­rück­seite): DE ST-EFB 001 EG.

Verschiedene Bundes­länder betroffen

Laut Internetportal www.lebensmittelwarnung.de waren die Matjesfilets in den Bundes­ländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Nieder­sachsen, Sachsen-Anhalt sowie im nord­östlichen Teil von Nord­rhein-West­falen erhältlich. Verkaufs­stätten waren Edeka-Supermärkte, aber auch die Edeka-Töchter Markt­kauf, NP Discount, WEZ und Konsum Leipzig. Verbraucher können bereits gekaufte Produkte der betroffenen Charge in den Supermärkten zurück­geben. Sie erstatten den Kauf­preis auch ohne Vorlage des Kassenbons, heißt es in einer Edeka-Pressemitteilung.

Brech­durch­fall durch Salmonellen möglich

Salmonellen sind riskante Krank­heits­erreger. Sie können beim Menschen inner­halb von etwa zwei bis 48 Stunden eine Salmonellose auslösen. Typische Symptome sind Erbrechen, Durch­fall, Kopf­schmerzen und Fieber. In seltenen Fällen kann es zu Blut­vergiftung oder Hirnhaut­entzündung kommen. Besonders gefährdet für Erkrankungen sind Immun­geschwächte wie ältere Menschen, chro­nisch Kranke, kleine Kinder – aber auch Schwangere. Salmonellen können durch Speisen mit rohem Fleisch oder rohem Ei über­tragen werden. Bei Wärme können sich die Krank­heits­keime rasant vermehren. Salmonellen sterben in Lebens­mitteln ab, wenn diese mindestens zwei Minuten bei 70 Grad durch­gegart werden. Bei Matjesfilets ist das Erhitzen allerdings nicht üblich. Verbraucher müssen sich darauf verlassen, dass sie – wie auch andere kalt verzehr­bare Fisch­produkte – mikrobiologisch in Ordnung sind.

Immer wieder Erreger-Funde bei Lebens­mittel­tests

Die Stiftung Warentest hat in den vergangenen Jahren einige solcher Produkte geprüft: Ende 2014 fanden die Tester bei der Unter­suchung von Räucherlachs in einem Produkt Listerien, die vor allem Schwangeren und Immun­geschwächten gefähr­lich werden können. Im Test von geräucherten Forellenfilets aus dem Jahr 2013 waren zwar keine Krank­heits­keime nach­weisbar, aber einige Filets fielen durch eine hohe Gesamt­keimzahl negativ auf. Der Report Keimen kein Zuhause zu bieten informiert, wie sich Verbraucher zu Hause und beim Einkaufen vor Keimen schützen können.

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