Rück­ruf Käthe Kruse Plüschtier Meldung

Ausgefaucht. Kuno wird aus dem Verkehr gezogen.

Ausgefaucht. Der alte Drache Kuno wird aus dem Verkehr gezogen.

Das europäische Schnell­warn­system für gefähr­liche Produkte, Rapex, hat mitgeteilt: Der Plüsch­drache Kuno des Spiel­zeug­herstel­lers Käthe Kruse wird wegen eines verbotenen Weichmachers vom Markt zurück­gerufen. Hintergrund: Die Stiftung Warentest hatte die Substanz im letzten Test von Spielzeug entdeckt.

Weichmacher kann ausdünsten

Im jüngsten Spielzeugtest (Heft 12/2015) hatten unsere Tester fest­gestellt, dass die Kunst­stoff­folie in den Flügeln des Stoff­tiers Kuno von Käthe Kruse mit dem Weichmacher Diethylhex­ylph­thalat (DEHP) belastet ist. In Spielzeug ist er verboten. Die Substanz kann ausdünsten, sich durch Reibung lösen und die Fort­pflan­zungs­fähig­keit gefährden.

Käthe Kruse holt den Drachen ab

Das Unternehmen hat mitgeteilt, es habe die Kunst­stoff­folie inzwischen ersetzt und Nähte neuer Drachen mit einem stabileren Garn verstärkt. Im Test waren die Fußnähte zu schnell zu weit aufgerissen, sodass Kinder die Füll­watte hätten heraus­ziehen und in den Mund stecken können. Kunden können den Drachen zum Händler zurück­bringen oder von Käthe Kruse abholen und austauschen lassen. Mail: info@kaethe-kruse.de.

Auch viele andere Plüschtiere belastet

Mit kaum einem anderen Spielzeug kommen Kinder schon so früh und so lange in Berührung. Unser Spielzeugtest hat jedoch gezeigt: Zum Kuscheln eignen sich nur wenige der 30 Plüschtiere im Test. Zwei Drittel der Teddys, Katzen und Mäuse im Test sind wegen Schad­stoffen oder gerissener Nähte durch­fallen − darunter auch Plüschtiere weiterer namhafter Hersteller wie Kösen, Sigikid und Steiff. Drei Kuscheltiere halten die recht­lichen Vorgaben nicht ein.

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