Durch­fall-Risiko. Brie der Marke „Meine Käserei“ könnte mit Keimen belastet sein. Er wurde in sechs Bundes­ländern verkauft.

Ein Brie mit Rohmilch, der beim Discounter Lidl unter der Eigenmarke „Meine Käserei“ im Angebot ist, könnte Krank­heits­erreger enthalten. Der Käselieferant aus Baden-Württem­berg hat den Brie mit zwei bestimmten Mindest­halt­barkeits­daten zurück­gerufen und eine Warnung auf dem Portal lebens­mittel­warnung.de veröffent­licht. Verbraucher sollten betroffenen Käse nicht verzehren.

Vero-Toxin bildende Bakterien nachgewiesen

Der Käselieferant Jermi Käse­werk aus dem baden-württem­bergischen Laupheim warnt auf dem Internet-Portal lebensmittelwarnung.de davor, bestimmte Chargen eines Rohmilch-Bries aus dem Angebot von Lidl zu verzehren. Der Grund: Bei Eigen­kontrollen seien Vero-Toxin bildende E.-Coli-Bakterien aufgefallen. Betroffen ist folgendes Produkt: „Meine Käserei Brie de Nangis, französischer Weichkäse mit Rohmilch hergestellt, ca. 100 g“ mit den Mindest­halt­barkeits­daten 19. und 20. Januar 2020. Das Jermi Käse­werk, das den Käse an Lidl geliefert hatte, hat ihn aus dem Handel zurück­gerufen.

Erhöhtes Risiko für Durch­fall

Vero-Toxin bildende E.Coli-Bakterien können laut Robert-Koch-Institut Durch­fall verursachen. Bei empfindlichen Personen­gruppen wie Säuglingen, Klein­kindern, Schwangeren, Senioren und Menschen mit geschwächter Immun­abwehr sind schwere Krank­heits­verläufe möglich.

Verkauf in sechs Bundes­ländern

Der zurück­gerufene Brie wurde laut Jermi Käse­werk bei Lidl in sechs Bundes­ländern verkauft – in Baden-Württem­berg, Bayern, Hessen, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen und Rhein­land-Pfalz. Verbraucher, die den möglicher­weise keimbelasteten Käse noch zu Hause haben, können ihn in allen Lidl-Filialen zurück­geben. „Der Kauf­preis wird selbst­verständlich erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons“, heißt es in der Presse­mitteilung von Jermi Käse­werk auf lebens­mittel­warnung.de.

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