Rück­ruf Fahr­räder von Staiger und Scott Rahmen und Sattel­stütze brechen

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Rück­ruf Fahr­räder von Staiger und Scott - Rahmen und Sattel­stütze brechen

Gleich zwei Produktrück­rufe wegen unzu­reichender Bruch­festig­keit beschäftigen derzeit den Fahr­radfach­handel. Die Traditions­marke Staiger ruft mehrere „Velo“-Modelle wegen Rahmenbrüchen zum Umbau zum Händler zurück. Der Sport­radspezialist Scott lässt dort bruchgefähr­dete Sattel­stützen austauschen.

Staiger: Probleme mit dem Rahmen

Staiger hat Probleme mit der Wärmebehand­lung der Rahmenrohre aus Aluminium. Es können Risse und Brüche an den Schweiß­verbindungen zum Steuer­rohr auftreten. Durch das Rohr wird der Schaft der Fahr­radgabel geführt. Betroffene Fahr­radbesitzer werden vom Händler informiert. Mithilfe einer Website des Anbieters können Kunden auch online heraus­finden, ob ihr Fahr­rad vom Produktrück­ruf betroffen ist. Dazu müssen sie die Rahmennummer bereithalten.

Scott: Bruchgefahr bei Carbon-Sattel­stütze

Rück­ruf Fahr­räder von Staiger und Scott - Rahmen und Sattel­stütze brechen
© Scott

Scott-Händler informieren Eigner von Renn- und Cross­rädern des Typs Addict und Solace über die Bruchgefahr der verwendeten Carbon-Sattel­stütze Syncros FL1.0 offset mit 27,2 Milli­meter Durch­messer aus den Jahren 2015 und 2016. Die bruchgefähr­dete Stütze wurde auch einzeln verkauft. Achtung: Wer sie gekauft hat, wird vom zuständigen Händler nicht angerufen. Doch auch hier können Kunden online checken, ob ihr Fahr­rad betroffen ist.

Tipp: Alle wichtigen Infos rund ums Thema Fahr­rad finden Sie in unserem Special Was Radler wissen müssen.

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stromrichter am 30.07.2016 um 14:12 Uhr
Mitverantwortung der Kunden

Meines Erachtens sind die Kunden ein Stück weit selber Schuld. Im Laden zählt doch nur noch das Gewicht. Selbst Kunden mit 20 Kilo zuviel auf halber Körperhöhe entscheiden sich für ein Rad, weil es drei Gramm leichter ist als das andere. Hersteller, der da nicht mithalten, verkaufen weniger.
Ist doch kein Wunder, wenn dann die Bauteile nicht mehr mit den Sicherheitsfaktoren dimensioniert werden wie früher und schon kleine Abweichungen in der Produktion oder Materialqualität die Teile an die Belastungsgrenze bringen.

stromrichter am 30.07.2016 um 14:10 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Gelöschter Nutzer am 29.07.2016 um 19:00 Uhr
Vorsatz

Dieses Thema ist uralt. Brechende tragende Bauteile an Fahrrädern gibt es bereits seit vielen, vielen Jahre. Die Hersteller kennen diese Problematik. Es passiert nichts, auch nicht bei den Markenherstellern. Für mich bedeutet dies, dass hier vorsätzlich gehandelt wird, denn abgrundtiefe Dummheit möchte ich den Verantwortlichen nicht vorwerfen.

siriustag21 am 29.07.2016 um 13:37 Uhr
Fahrradfahrer als Versuchskaninchen

Es ist nicht das erste Mal, dass Sattelstützen brechen oder Rahmen Risse bei Markenrädern zeigen (Test berichtete bereits in der Vergangenheit darüber). Mit einer konsequenten Qualitätskontrolle und künstlichen Alterungstests wäre dies vermeidbar gewesen. Die Hersteller sind aufgefordert, endlich wieder Qualität zu liefern, besondern wenn es um die Sicherheit und körperliche Unversehrtheit der FahrradfahrerInnen geht.