Rückruf Backofengitter von Ikea Meldung

Die Ikea Backofengitter sind zu schmal.

Die Ikea Backofengitter sind zu schmal.

Das Möbelhaus Ikea ruft Drahtroste für Einbau-Backöfen der Serien Framtid und Nutid zurück. Grund: Sie sind zu schmal und können beim Backen oder Braten herunterfallen. Dann drohen Verletzungen durch heiße Speisen und Geschirrteile und viel Dreck. test.de informiert.

Weltweit 16 000 Backöfen betroffen

Betroffen sind weltweit 16 000 Einbau-Backöfen der Serien Framtid und Nutid. In Deutschland wurden davon nach Firmenangaben 1 500 verkauft und zwar zwischen August und Dezember 2011. Sie tragen die Herstellungsdaten 1134 bis 1150, die Lieferantennummer 18535 und folgende Artikelnummern:

  • 702.181.71 Framtid OV5 N, schwarz
  • 002.181.79 Nutid OV9, Edelstahl
  • 402.181.82 Nutid OV9, weiß

Produktdatum, Lieferanten- und Artikelnummer stehen auf einem Etikett im Innenraum des Backofens, nahe der Tür. Klappt man die Tür auf, sind sie auf der rechten Seite schnell zu erkennen.

Gefahr durch herunterfallende Gitter

Kunden deckten das Problem auf. Sie machten Ikea darauf aufmerksam. Die Drahtroste sind nicht breit genug und können beim Betrieb zusammen mit dem heißen Bräter oder der Kuchenform herunterfallen. Das macht Dreck und der Benutzer kann sich an den heißen Teilen verbrennen.

Nicht mehr benutzen und Ersatz anfordern

Betroffene Kunden sollen die Roste dieser Backöfen nicht mehr benutzen. Kostenlosen Ersatz gibt es unter der Servicenummer 0 69/29 99 36 02. Die alten Gitter können Kunden entsorgen.

Weitere Informationen zum Rückruf der Herdgitter bietet Ikea im Internet.

Schadensersatz und Schmerzensgeld

Wer wegen eines Produktfehlers einen Schaden erleidet, kann vom Hersteller Ersatz verlangen. Bei Verletzungen hat das Unternehmen auch ein angemessenes Schmerzensgeld zu zahlen. Bei Sachschäden gilt ein Selbstbehalt von 500 Euro. Ein Verschulden müssen Betroffene dem Hersteller nicht nachweisen. Voraussetzung ist nur, dass die Schäden auf einem Produktfehler beruhen. Bei Importprodukten haftet das erste Unternehmen, dass ein Produkt innerhalb der Europäischen Union vermarktet hat.

Dieser Artikel ist hilfreich. 168 Nutzer finden das hilfreich.