Rückenproblemen vorbeugen Meldung

Rückenschmerzen sind mittlerweile zur Volkskrankheit geworden. Fast jeder leidet zeitweilig unter den Beschwerden. Meist verschwinden sie nach einigen Tagen oder Wochen. Allerdings können die Schmerzen wiederkehren und dann ohne ausreichende Behandlung chronisch werden. In vielen Fällen können Ärzte keine genauen Ursachen für die Beschwerden finden. Doch gilt heute als erwiesen, dass es mehr Therapien gibt als nur Spritzen und Operationen. Die gesamte Lebensweise - von ausreichender Bewegung bis zur gesunden Ernährung - trägt zu einem gesunden Rücken bei. test.de zeigt, was Sie selbst tun können, um Schulter- oder Rückenschmerzen zu lindern und vorzubeugen.

Schulterschmerzen

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Doch leider ist sie auch besonders empfindlich und anfällig für Verletzungen. Wenig Bewegung und eine schlechte Haltung sind oft Auslöser für Schulterschmerzen. Grund: Die Gelenkstellung ist dann ungünstig und die Muskeln verkümmern. So können schon geringe Bewegungen und Belastungen, die normalerweise kein Problem darstellen, zu einer Überbelastung der Schulter führen. Aber auch Verschleißerscheinungen sind Ursache für Schulterschmerzen. Wer Beschwerden hat, sollte schnell zum Arzt gehen und nicht erst versuchen, die Schmerzen mit Medikamenten zu unterdrücken. Das kann die Schulterprobleme verschlimmern. Um Schulterschmerzen vorzubeugen können Betroffene selbst aktiv werden:

  • Gezieltes Training. Muskelkräftigung, um das Schultergelenk zu stabilisieren.
  • Richtige Haltung. Die Schultern müssen in die normale, gerade Position. Wer anhaltend sitzt, muss auf einen aufrechten Körper und einen geraden Kopf achten.
  • Gegenmuskeln trainieren. Beim Sport sollten immer auch die Gegenmuskeln trainiert werden, um einseitige Überlastungen zu vermeiden.

Tipp: Stiftung Warentest hat Gymnastikübungen bei Schulterschmerzen für Sie zusammengestellt und gibt weiterführende Informationen.

Rückenschmerzen

Der Rücken ist das zentrale Element des Bewegungsapparats. Für Stabilität und Beweglichkeit sorgen vor allem die Rückenmuskeln, unterstützt von der Bauchmuskulatur. Je besser die Muskelsysteme ausgebildet sind, desto weniger werden Knochen, Sehnen und Bänder bei Bewegungsmangel belastet. Trainierte Muskeln und eine korrekte Körperhaltung sind deshalb auch der beste Schutz vor Rückenbeschwerden. Wer bereits unter Schmerzen leidet, sollte sich an einen Arzt wenden und mit ihm die geeignete Behandlung besprechen. Eine Physiotherapie, psychologische Schmerzbehandlungen oder muskelentspannende Mittel können in vielen Fällen Linderung verschaffen. Selten wird heute gleichoperiert.
Tipp: Das Rückenbuch der Stiftung Warentest beschriebt ausführlich verschiedene Rückenerkrankungen wie Ischias, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall oder Muskelverspannung. Es sagt, wie die Beschwerden entstehen, welche Untersuchungs- und Diagnosemethoden Anwendung finden und welche Therapien geeignet sind. Das Buch gibt darüber hinaus Tipps zur Selbsthilfe und sagt, wie Betroffene Rückenschmerzen vorbeugen können.

Vorbeugen ist wichtig

Damit Rückenprobleme erst gar nicht auftreten, ist Vorbeugen besonders wichtig. Dazu zählen ausreichend Bewegung und gezielter Sport, um die Muskeln zu kräftigen. Je nach Absprache mit dem Arzt können das etwa Gymnastik, Yoga, Schwimmen oder das Training im Fitnessstudio sein. Studien haben gezeigt, dass fast alle Sportarten geeignet sind den Organismus zu kräftigen, die Muskeln zu aktivieren und so auch den Rücken zu stärken - vorausgesetzt es wird mit der richtigen Technik, einem begleitenden Muskeltraining und angepasstem Tempo trainiert. Wer beruflich viel sitzen muss, kann zwischendurch spezielle Übungen machen. Diese lockern die Muskeln und beugen Verspannungen vor - dafür reichen schon 15 Minuten am Tag. Auch eine aufrechte und korrekte Haltung am Schreibtisch ist wichtig.

Passende Matratze

Neben ausreichend Sport, einer guten Haltung und geeigneten Sitzmöbeln ist auch eine geeignete Matratze wichtig für einen gesunden Rücken. Zur Orientierung gilt: Schwere Menschen werden von einer eher harten Matratze besser abgestützt. Leichte Personen können dagegen auch weichere Modelle wählen. Wer an Bandscheibenproblemen leidet, sollte sich ohnehin nicht zu hart betten, sondern lieber mittelharte Matratzen wählen.
Tipp: test.de zeigt ausführliche Informationen zum Matratzenkauf sowie Testergebnisse für 50 Modelle aus Tests 2003 bis 2005

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