Royal Dutch Shell Meldung

Shell muss Entschädigungen sprudeln lassen. Der Ölmulti hatte seine Reserven zu hoch angesetzt.

Shell stellt für seine geschädigten Aktionäre eine erste Entschädigungssumme von 120 Millionen Dollar bereit. Das hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) mitgeteilt. Vor vier Jahren hatte das Ölunternehmen eingeräumt, dass es seine Ölreserven zu hoch angesetzt hatte. Daraufhin war der Aktienkurs eingebrochen.

Shell muss die Betroffenen in Europa mit rund 340 Millionen Euro entschädigen. Darauf haben sich niederländische Aktionärsschützer und Shell geeinigt. Die Höhe der Entschädigung für den Einzelnen hängt unter anderem davon ab, wie viele sich melden. Ansprüche anmelden können Shell-Aktionäre, die ihre Papiere zwischen dem 8. April 1999 und dem 18. März 2004 gekauft haben. Hilfestellung gibt die DSW (Tel. 02 11/66  97 18).

Shell-Aktionäre, die sich noch bei keiner Entschädigungsklage haben registrieren lassen, sollten sich getrennt für die europäische (www.shellcompensation.com) und für die amerikanische Sammelklage (www.shellsecsettlement.com) anmelden.

Wer sich bereits bei der niederländischen Aktionärsschützervereinigung VEB ein­getragen hat, sollte das Formular des US-Anspruchsverwalters bis zum 18. November ausgefüllt zurückschicken.

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