Rotwein

Rotwein Testergebnisse für 24 Rotweine 12/2011

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Inhalt

Auswählen und Lagern

  • Histamin-Intoleranz. Histamin ist ein Stoff, der insbesondere bei unkontrollierter Gärung gebildet wird. Wer an einer Histamin-Intoleranz leidet, reagiert auf den Stoff mit Beschwerden wie Haut­rötungen, Atemwegs­problemen oder Kopf­schmerzen. Sind Sie betroffen, sollten Sie Weine meiden, die viel Histamin enthalten. In der Tabelle im vollständigen Test steht, welche Weine wenig Histamin enthalten. Aber Vorsicht: Es kann sein, dass Sie einen Wein vom gleichen Hang eines Jahres gut vertragen, während der nächste Jahr­gang unver­träglich ist.
  • Richtig lagern. Lagern Sie Wein dunkel – mit Schraub­verschluss stehend, mit Kork liegend. Kork kann sonst austrocknen. Vermeiden Sie Temperatur­schwankungen – am besten sind 8 bis 12 Grad Celsius. Es muss kein Wein-Klima­schrank sein – der Keller oder die Speisekammer tun es auch.
  • Gleich trinken. Die meisten Weine im Test sind trink­reif und werden durch Lagerung nicht besser. Trinken Sie sie gleich – wenn nicht anders angegeben, bei 16 bis 18 Grad.
  • Reste aufheben. Bleibt ein Rest übrig, stellen Sie die gut verschlossene Flasche kühl. So behält Rotwein sein Aroma und seine Farbe. Möglichst am nächsten Tag trinken, aber den Wein recht­zeitig aus der Kälte holen.
  • Wein zum Essen. Die Tester machten Vorschläge, welcher Wein zu welchem Essen passen könnte. Lassen Sie sich davon doch einfach inspirieren.

Servieren und Trinken

  • Atmen lassen. Probieren Sie Rotwein kurz vor dem Servieren. Ist er für Sie zu gerb­stoff­betont, können Sie ihn in eine Karaffe gießen, um ihn zu belüften – aber nicht zu lange, sonst verliert er. Mitunter reicht es, den Wein im Glas zu schwenken.
  • Glas wählen. Nehmen Sie für körperreichen Wein wie Burgunder bauchige Gläser. Darin können sich feine Aromen besser entfalten. Schlanke Gläser eignen sich zum Beispiel für Bordeaux-Wein.
  • Richtig einschenken. Füllen Sie Weingläser maximal zu einem Drittel, damit sich der Wein im Glas schwenken lässt.
  • Verkosten wie die Profis. Sie müssen kein geschulter Verkoster sein, um Aromen zu erkennen. Ein biss­chen Übung hilft aber. Versuchen Sie, sich beim Weintrinken vorzustellen, wie bestimmte Früchte und Gewürze riechen und schme­cken.
  • In Maßen genießen. Bei allem Genuss und trotz positiver Wirkungen des Weins für die Gesundheit: Zu viel Alkohol erhöht das Risiko für Leber-, Krebs- und Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen. Außerdem besteht Sucht­gefahr. Ein moderater Konsum endet für Frauen schon bei einem Glas. Männer dürfen etwas mehr trinken – aber auch nicht täglich.
  • Kalorien nicht unterschätzen. Vielleicht bremsen die Kalorien das Verlangen: Die Weine im Test enthalten pro 200-Milliliter-Glas 130 bis 160 Kilokalorien. Diese stammen aus der Süße, der Säure und vor allem dem Alkohol im Wein. Immerhin hat ein Gramm Alkohol 7 Kilokalorien – und die Weine im Test enthalten 18 bis 23 Gramm Alkohol pro Glas.

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5 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

ErikBender am 23.12.2013 um 12:09 Uhr
Unfassbar

Also diesen " Test " kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann zwar glauben das viele der im Supermarkt verkauften Weine für 5 Euro keine Glanzlichter sind, bzw sein können, doch bekommt man in Deutschland bei den Winzern wunderbare Rotweine in dieser Preisklasse. Ich bestelle meine Rotweine beim Weingut Leiling aus der Pfalz. Klar, sicher nicht die Auswahl wie im Aldi, aber dafür den gleichen Service wie bei grossen Weinshops. Und vor allem Spitzenqualitäten in dieser Preisklasse.
Also, Weine direkt beim Winzer geordert und Test von vorne.
Gruss
Erik

Profilbild Stiftung_Warentest am 19.12.2011 um 17:02 Uhr
Bezugsquellen der Weine

@Pluspunkt 1881:Wir haben den Bordeaux Baron Philippe de Rothschild bei Reichelt (Edeka) gekauft. Alle Details zum Wein inklusive der Bezugsquellen stehenim vollständigen (kostenpflichtigen) Test .

Pluspunkt1881 am 16.12.2011 um 18:18 Uhr
Baron Philippe de Roth­schild für 6 Euro

Guten Tag.
Es war wohl ein Glas zu viel für den Schreiber des Berichtes, denn er hat ganz wesentliche Informationen vergessen. Wo gibt denn den Baron Philipe de Rothschild für € 6,00?
Gruß Bordeaux

Pluspunkt1881 am 16.12.2011 um 18:14 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

andywien am 16.12.2011 um 15:20 Uhr
Und Österreich?

D - E - F - I ? Gehts bitte - hierzulande wird also kein erwähnenswerter Roter erzeugt? Na dann trink ich halt ein Viertel vom hervorragenden Blauen Zweigelt Reserve 2009 aus dem Burgenland um 5 Euro, weder sauer noch unangenehm im Abgang - und erspar mir die Gesamtergebnisse.