Wer eine rote Ampel nicht beachtet und einen Unfall baut, hat kaum Chancen, Geld von der Vollkaskoversicherung zu bekommen. In einem vom Oberlandesgericht Köln entschiedenen Fall hielt ein Vater mit seinem Auto an einer roten Ampel zunächst an, fuhr dann aber noch bei Rot los.

Er war abgelenkt durch eine seiner Ansicht nach unübersichtliche Ampelschaltung und seine auf der Rückbank tobenden Kinder. Auf der Kreuzung stieß er mit einem anderen Auto zusammen. Seine Vollkaskoversicherung weigerte sich, für den Schaden aufzukommen. Zu Recht, wie das Gericht urteilte (Az. 9 U 173/00).

Die Ampelschaltung sei korrekt gewesen, der Grünpfeil für die Rechtsabbieger erkennbar. Auch die tobenden Kinder waren für die Richter kein Argument: Der Kläger habe schließlich an der Ampel zunächst gestoppt. Dies hätte ihm Zeit gegeben, die Kinder zur Ordnung zu rufen.

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