In Frank­reich sind zwei Kinder an Darm­einstülpung gestorben – mögliche Folge der Rotaviren-Impfung, die sie vorher bekamen. Sie erhöht das Risiko für das seltene Darm­problem leicht. Aktuell gebe es keine Folgen für die Impf­empfehlung, so die Ständige Impf­kommis­sion. Der Nutzen über­wiegt weiter die Risiken, da Rotaviren bei Klein­kindern schwere Darm­infektionen auslösen können. Betroffene können lebens­bedrohlich austrocknen. Etwa jedes zweite Kind unter fünf Jahren, das an Rotaviren erkrankt, muss in die Klinik. Die Impfung ist seit 2013 für Säuglinge Kassen­leistung. Die Stiftung Warentest hält sie für sinn­voll.

Tipp: Wenn Sie Ihr Kind gegen Rotaviren impfen lassen, achten Sie in der Woche danach auf Warnzeichen wie Erbrechen, blutigen Stuhl, starkes Bauchweh; gehen Sie bei Symptomen sofort zum Arzt. Das verhindert Komplikationen. Frühes Impfen ist offen­bar besonders sicher und ab einem Alter von sechs Wochen möglich. Welche Impfungen Kinder und Erwachsene brauchen, erklärt ausführ­lich unser Themenpaket Impfen.

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