Rollers­haring im Test Meldung

Funk­tionieren gut. Grüne Eddy-Elektroroller in Düssel­dorf.

Emmy, Stella und Eddy sind beliebte Vornamen – so heißen aber auch Verleih­systeme für Elektroroller. Der ADAC hat diese Rollersharing-Anbieter getestet. Fazit: Viele Systeme funk­tionierten gut. Mängel gab es beim Recht­lichen: In den Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) aller Anbieter fanden die Tester Bean­standens­wertes.

Eddy rollt am besten

Insgesamt am besten war Eddy – die gift­grünen Roller flitzen aber nur in Düssel­dorf. Emmy in Hamburg und Berlin sowie Coup in Berlin schnitten ebenfalls gut ab. Im Test hinten: Stella in Stutt­gart und Emmy in München.

Tech­nisch okay

Rollers­haring im Test Meldung

Je Stadt und Verleih­system fuhren die ADAC-Tester zehn Roller und bewerteten Leih­vorgang, Zustand und Fahrt. Die Systeme boten eine einfache Registrierung, klare Kosten­strukturen und Roller in größ­tenteils gutem tech­nischen Zustand. Unterschiede gabs bei der Verfügbarkeit: Düssel­dorfs Eddy über­zeugte mit dem dichtesten Netz einwand­freier Roller. In München liefen die Tester im Schnitt fast 900 Meter bis zum nächsten Emmy-Roller.

Teure Pause bei Coup

Emmy, Eddy und Stella rechnen im Minutentakt ab – 19 Cent pro Minute. Coup nimmt pauschal 3 Euro für 30 Minuten, danach 1 Euro je 10 Minuten. Fahr­pausen mit deaktivierter Zündung kosten bei Emmy und Eddy 5 Cent, bei Stella 10 Cent die Minute. Coup ermäßigt Pausen nicht.

Hohe Selbst­beteiligung

Im Schadens­fall fordern alle Anbieter eine Selbst­beteiligung – von 150 Euro bei Coup bis zu 500 Euro bei Stella. Bei keinem ließ sie sich senken. Laut ADAC unzu­lässig: Alle AGB schieben dem Nutzer im Schadens­fall eine umge­kehrte Beweislast zu – er muss also beweisen, dass er den Schaden nicht verursacht hat. Das dürfte oftmals schwierig werden, denn Listen über Vorschäden waren teils gar nicht vorhanden oder schlecht geführt.

Keine Fahrt­ipps

Jede Minute auf den Leih­rollern kostet Geld. Ungeübte Fahrer sollten dennoch Fahr- und Brems­verhalten ausprobieren, bevor sie sich in den Stadt­verkehr stürzen. Infos zum Fahr­verhalten, etwa bei Nässe oder mit zwei Personen, geben die Anbieter nicht, bemängelt der Auto­mobilclub.

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