Rollatoren

Kombimodelle: Schieben und geschoben werden

Rollatoren - Nur zwei von zwölf Gehhilfen im Test sind gut
© Stiftung Warentest

Hybridrollatoren können zum Roll­stuhl umge­baut werden. Wir haben zwei Modelle exemplarisch untersucht – und sagen, was sie taugen.

Rollatoren

  • Testergebnisse für 12 Rollatoren 03/2019 Anzeigen
  • Testergebnisse für 4 Rollatoren Hybride 03/2019 Anzeigen
Inhalt

Wir wählten zwei der vermeintlichen Allrounder aus: den Rollz Motion für 800 Euro und den Drive Diamond Deluxe für 175 Euro. Beide haben alle Tests für Rollatoren absol­viert. Zusätzlich prüften wir die Hand­habung als Roll­stuhl: Wie gut lassen sich damit Stufen über­winden? Wie fährt es sich im Park auf grobem Unter­grund? Wie leicht lässt er sich umbauen? Ein Gesamt­urteil vergeben wir nicht, da wir für die Roll­stuhl­funk­tion nur die Hand­habung prüften.

Stabil gewinnt

Der Rollz ist sehr einfach zu montieren, gut zu bedienen und meistert auch Bord­steinkanten. Der Preis für den Komfort: ein breites, schweres Gestell − und ein hoher Anschaffungs­preis. 800 Euro ist viel Geld, wenn man die Roll­stuhl­funk­tion nur gelegentlich nutzt. Der Drive kostet einen Bruch­teil, zeigt aber in der Roll­stuhl­prüfung große Schwächen: An der Bord­steinkante ist für ihn oft Schluss, für das Schieben von schweren Menschen auf kiesigem Unter­grund ist er nicht geeignet.

Für wen ist so ein Modell sinn­voll?

Ein Hybridrollator ist ein Kompromiss. Das fordert Zugeständ­nisse. Als Rollator ist der Rollz mit 67 Zenti­metern fülliger als die sonst rund 60 Zenti­meter breiten Konkurrenten. Mit 11,5 Kilogramm ist er zudem recht schwer und anfäl­lig fürs Kippen nach hinten. Für den täglichen Gebrauch empfehlen wir hand­lichere, güns­tigere Modelle. Wer aber absehen kann, dass Angehörige nach einiger Zeit auf den Beinen müde werden, fährt mit dem Rollz gut. Der Drive hingegen ist als Roll­stuhl kaum zu gebrauchen.

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33 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

JuergenWeigert am 19.01.2021 um 23:08 Uhr
Softgummireifen....

@Hasi1012 das ist genau die richtige Denkweise! Wenn man "verrückt" genug ist, macht man aus den Softgummireifen noch Softgummi-Ketten, und landet damit im Fernsehen:
https://www.br.de/mediathek/video/ketten-rollator-rentner-und-sohn-mit-neuer-erfindung-av:5fd34b2a2d799f0013b08452

hasi1012 am 05.02.2020 um 17:36 Uhr
Bereifung

Leider ist in dem Test nichts zur Bereifung gesagt worden.
Das ist ein wesentliches Kriterium für die Strassennutzbarkeit der Rollatoren.
Die Vollgummireifen scheppern auf dem Kopfsteinpflaster zum Teil recht mächtig und lärmen.
Die Luftreifen sind hier erheblich komfortabler, jedoch benötigen sie gute Pflege und ggf. Wartungsarbeiten.
Und die Softgummireifen, die alle positiven Eigenschaften beider Reifenarten in sich vereinigen sollen, habe ich noch nie im Verkauf gesehen.

Luckymoney am 27.07.2019 um 17:01 Uhr
HILFSMITTEL von GKV / aller ART / Qualität

die von den GKV den Patienten angebotenen Hilsmittel - durch Berater der Vertragsfirmen - sind in der Regel "Billigprodukte" die nach meiner Erfahrung keinem "objektiven" Test überstehen würden !! durch Ausschreibung werden am Markt für die Hilfsmittel Anbieter gesucht und der "Billiganbieter" bekommt den Zuschlag !! über "Qualitätsprüfer" keine Auskunft !! Bin nach Sportunfall seit 1996 an Rollstuhl /Rollator gebunden und zichfach von wenig kompetenten "Beratern/innen" besucht worden , die mir dann Hilsmittel angeliefert haben!! die von den Kliniken "verordneten Produkte" konnten sie nicht liefern und lagern seit über 25 Jahren unbenutrz im Haus !! --- KHM--- (Betriebs-Volkswirt -i.R.)

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.05.2019 um 12:34 Uhr
Haltbarkeit des B+B Alevo ALU Rollators

@Fennek62: Bei dem angefragten Rollator lassen sich sicher die Schraubverbindungen nachziehen, so dass man das Lockern ausgleichen bzw. rückgängig machen kann. Evtl. ist es auch notwendig, nach einem gewissen Nutzungszeitraum, Abstandsscheiben in der Mechanik zu erneuern. Bitte beachten Sie bei selbstsichernden Muttern, dass diese nur für Einmalverwendung vorgesehen sind, um Gefahren auszuschließen. Durch unseren Belastungs-Test wurde das Gestell übermäßig beansprucht, was einen längeren Gebrauch simulieren sollte. Ob Bohrungen oder Lagerbuchsen ausgeschlagen wurden, haben wir nicht im Detail untersucht, sondern es wurde eine Sichtprüfung, Funktionsprüfung und Handhabungsprüfung durchgeführt. (RE/spl)

rollatorinnovative am 01.05.2019 um 19:21 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Schleichwerbung