Von Rollatoren gibt es unterschiedliche Bauformen: Querfalter (links) sind meist aus Stahl, Längs­falter sind dagegen aus Aluminium oder Karbon und dadurch leichter – aber auch deutlich teurer.

Ein Rollator muss alltags­tauglich sein, leicht falt­bar und gut zu manövrieren. Die Kasse zahlt meist nur Stan­dard­rollatoren aus Stahl („Querfalter“). Mehr Komfort bieten Leicht­gewich­trollatoren aus Aluminium oder Karbon („Längs­falter“). Im Test treten vier Kassenmodelle gegen acht Leicht­gewichte an, darunter Modelle von Dietz, Russka und Topro (Preise: 60 bis 535 Euro). Nur zwei Rollatoren im Test sind gut, einer ist mangelhaft: Der B+B Rotego enthält Schad­stoffe im Griff.

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TestRollatoren22.03.2019
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Rollatoren im Test: Kassenmodelle meist kaum zu gebrauchen

„Kassen-Schocker“ nennt eine 85-jährige Test­person die Rollatoren, die gesetzliche Krankenkassen oft ihren Kunden stellen. Ihr Urteil: „Kann man wirk­lich in die Mülle schmeißen!“ Auch im Rollator-Test der Stiftung Warentest konnten Kassenmodelle nicht glänzen. Sie sind eher Indoor-Rollatoren und im Alltag draußen kaum zu gebrauchen.

Das bietet der Rollatoren-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabellen zeigen Bewertungen für zwölf Rollatoren, darunter vier Stan­dard­rollatoren (8,9 bis 10,2 Kilogramm) und acht Leicht­gewich­trollatoren (5,9 bis 7,5 Kilogramm). Zusätzlich haben wir auch zwei Hybridmodelle getestet: Rollatoren, die auch als Roll­stuhl dienen können. Geprüft haben wir unter anderem Hand­habung (Bedienungs­freundlich­keit, Fahren auf verschieden Untergründen, Trans­port, etc.), Sicherheit und Halt­barkeit. Außerdem haben wir die Rollatoren auf Schad­stoffe untersucht.

Rollator kaufen. Längs­falter oder Querfalter? Stan­dard­modell auf Rezept oder Leicht­gewich­trollator auf eigene Kosten? Oder lieber Roll­stuhl und Rollator in einem? Die Experten der Stiftung Warentest nennen Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten und sagen, welche der Gehhilfen im Test über­zeugen konnten und wodurch sich die beiden Testsieger auszeichnen.

Tipps und Hintergrund. Wir sagen, wie Sie von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse einen Rollator auf Rezept bekommen und unter welchen Voraus­setzungen Kassen auch Leicht­gewich­trollatoren stellen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 3/2019.

Video: Rollatoren im Test

Die Stiftung Warentest hat 12 Gehhilfen für innen und außen getestet. Dabei zeigte sich: Leicht­gewich­trollatoren haben viele Vorteile. Die Hand­habung ist besser, und es gibt mehr Zubehör.

Falt­bare Rollatoren: Quer- und Längs­falter

Im Alltag ist es für Senioren besonders wichtig, dass sich der Rollator gut zusammenklappen lässt. Stan­dard­rollatoren sind Querfalter. Sie sind etwas klobiger und schwerer als Leicht­gewich­trollatoren, brauchen einge­klappt viel Platz und stehen dann nicht von allein. Die meisten Krankenkassen über­nehmen die Kosten für diese Modelle, weshalb man oft von „Kassenmodellen“ spricht. Im Gegen­satz zu den aus Stahl gefertigten Querfaltern sind die leichteren Rollatoren Längs­falter und aus Aluminium oder Karbon gefertigt. Zusammen­geklappt stehen sie von allein – und das platz­sparend.

Querfalter (links). Sie brauchen einge­klappt viel Platz und stehen dann nicht von allein.
Längs­falter. Sie lassen sich einge­klappt bequem trans­portieren und abstellen.

Querfalter oder Längs­falter

Querfalter. Stan­dard­rollatoren werden zum Verstauen oder Trans­portieren über die Quer­achse geklappt. Sie sind meist schwerer und klobiger als Längs­falter. Die Ausstattung ist minimalistisch, Ankip­philfe oder Rückengurt sind meist nicht vorhanden.

Vorsicht, Klemm­stellen. Die Quer­falter konnten im Test nicht über­zeugen. Ungeübte klemmen sich beim Zusammenklappen schnell die Finger. Zudem brauchen sie auch einge­klappt viel Platz und stehen dann nicht von allein – sie müssen angelehnt werden.

Längs­falter. Leicht­gewich­trollatoren sind oft mit Kreuz­streben verbunden und werden über die Längs­achse zusammen­geklappt. Sie sind aus Aluminium oder Karbon gefertigt, daher leichter als Querfalter. Das Zubehör ist meist üppiger.

Leicht zu bedienen. Die Leicht­gewichte im Test haben unterschiedliche Falt­mecha­nismen. Oft kann der Rollator durch Ziehen einer Schlaufe am Sitz zusammen­geklappt werden. Das Auf- und Zuklappen funk­tionierte im Test meist gut oder sehr gut. Längs­falter stehen einge­klappt platz­sparend und von allein.

Rollator auf Rezept von der Krankenkasse

Viele große gesetzliche Krankenkassen stellen ihren Versicherten oft nur Stan­dard­rollatoren zur Verfügung – wenn sie ein Rezept vorlegen. Wer einen leichteren Rollator will, der sich auch außen gut nutzen lässt, muss meist eine sogenannte „wirt­schaftliche Aufzahlung“ leisten. Denn von der Kasse gibts nur eine sogenannte Versorgungs­pauschale. Dieser Betrag ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Er variiert oft auch nach Region.

Tipp: Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach, ob der Rollator Ihnen nach diesem Zuzahlungs­modell gehört. Mehr im Unter­artikel Rollator auf Rezept.

Rollator online oder im Sanitäts­haus kaufen?

Selbst­verständlich kann jeder im Sanitäts­haus einen von der Stiftung Warentest mit gut oder befriedigend getesteten Rollator kaufen. Dann bezahlt er oder sie den vollen Preis – ohne Zuzahlung von der Krankenkasse. Online sind die Rollatoren aus unserem Test meist deutlich billiger als im Laden, teils lassen sich so über 100 Euro sparen. Die Sache hat nur einen Haken: Niemand führt einem vor, wie man den Rollator richtig einstellt und sicher benutzt.

Nutzer­kommentare, die vor dem 27. Februar 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Unter­suchung.

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