Rollatoren Nur zwei von zwölf Gehhilfen im Test sind gut

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Rollatoren - Nur zwei von zwölf Gehhilfen im Test sind gut
Von Rollatoren gibt es unterschiedliche Bauformen: Querfalter (links) sind meist aus Stahl, Längs­falter sind dagegen aus Aluminium oder Karbon und dadurch leichter – aber auch deutlich teurer. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Im Rollatoren-Test treten vier Stan­dard­rollatoren (Querfalter) gegen acht Leicht­gewich­trollatoren (Längs­falter) an: Nur zwei Rollatoren sind gut, einer ist mangelhaft.

Rollatoren

  • Testergebnisse für 12 Rollatoren 03/2019 Anzeigen
  • Testergebnisse für 4 Rollatoren Hybride 03/2019 Anzeigen
Liste der 16 getesteten Produkte
Rollatoren 03/2019 - Leicht­gewich­trollatoren aus Aluminium oder Karbon (Längs­falter)
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Rollatoren 03/2019 - Stan­dard­rollatoren aus Stahl (Querfalter)
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Rollatoren Hybride 03/2019
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Rollatoren im Test: Kassenmodelle meist kaum zu gebrauchen

„Kassen-Schocker“ nennt eine 85-jährige Test­person die Rollatoren, die gesetzliche Krankenkassen oft ihren Kunden stellen. Ihr Urteil: „Kann man wirk­lich in die Mülle schmeißen!“ Auch im Rollator-Test der Stiftung Warentest konnten Kassenmodelle nicht glänzen. Sie sind eher Indoor-Rollatoren und im Alltag draußen kaum zu gebrauchen.

Das bietet der Rollatoren-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse.
Unsere Tabellen zeigen Bewertungen für zwölf Rollatoren: vier Stan­dard­rollatoren (8,9 bis 10,2 Kilogramm) und acht Leicht­gewich­trollatoren (5,9 bis 7,5 Kilogramm), darunter Modelle von Dietz, Russka und Topro. Die Preise: 60 bis 535 Euro. Zusätzlich haben wir auch zwei Hybridmodelle getestet: Rollatoren, die auch als Roll­stuhl dienen können. Geprüft haben wir unter anderem Hand­habung (Bedienungs­freundlich­keit, Fahren auf verschieden Untergründen, Trans­port, etc.), Sicherheit und Halt­barkeit. Außerdem haben wir die Rollatoren auf Schad­stoffe untersucht: Der B+B Rotego enthält Schad­stoffe im Griff.
Rollator kaufen.
Längs­falter oder Querfalter? Stan­dard­modell auf Rezept oder Leicht­gewich­trollator auf eigene Kosten? Oder lieber Roll­stuhl und Rollator in einem? Die Experten der Stiftung Warentest nennen Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten und sagen, welche der Gehhilfen im Test über­zeugen konnten und wodurch sich die beiden Testsieger auszeichnen.
Tipps und Hintergrund.
Wir sagen, wie Sie von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse einen Rollator auf Rezept bekommen und unter welchen Voraus­setzungen Kassen auch Leicht­gewich­trollatoren stellen.
Heft­artikel.
Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 3/2019.

Video: Rollatoren im Test

Die Stiftung Warentest hat 12 Gehhilfen für innen und außen getestet. Dabei zeigte sich: Leicht­gewich­trollatoren haben viele Vorteile. Die Hand­habung ist besser, und es gibt mehr Zubehör.

Falt­bare Rollatoren: Quer- und Längs­falter

Im Alltag ist es für Senioren besonders wichtig, dass sich der Rollator gut zusammenklappen lässt. Stan­dard­rollatoren sind Querfalter. Sie sind etwas klobiger und schwerer als Leicht­gewich­trollatoren, brauchen einge­klappt viel Platz und stehen dann nicht von allein. Die meisten Krankenkassen über­nehmen die Kosten für diese Modelle, weshalb man oft von „Kassenmodellen“ spricht. Im Gegen­satz zu den aus Stahl gefertigten Querfaltern sind die leichteren Rollatoren Längs­falter und aus Aluminium oder Karbon gefertigt. Zusammen­geklappt stehen sie von allein – und das platz­sparend.

Rollatoren - Nur zwei von zwölf Gehhilfen im Test sind gut
Querfalter (links). Sie brauchen einge­klappt viel Platz und stehen dann nicht von allein.
Längs­falter. Sie lassen sich einge­klappt bequem trans­portieren und abstellen. © Stiftung Warentest

Querfalter oder Längs­falter

Querfalter.
Stan­dard­rollatoren werden zum Verstauen oder Trans­portieren über die Quer­achse geklappt. Sie sind meist schwerer und klobiger als Längs­falter. Die Ausstattung ist minimalistisch, Ankip­philfe oder Rückengurt sind meist nicht vorhanden.
Vorsicht, Klemm­stellen.
Die Quer­falter konnten im Test nicht über­zeugen. Ungeübte klemmen sich beim Zusammenklappen schnell die Finger. Zudem brauchen sie auch einge­klappt viel Platz und stehen dann nicht von allein – sie müssen angelehnt werden.
Längs­falter.
Leicht­gewich­trollatoren sind oft mit Kreuz­streben verbunden und werden über die Längs­achse zusammen­geklappt. Sie sind aus Aluminium oder Karbon gefertigt, daher leichter als Querfalter. Das Zubehör ist meist üppiger.
Leicht zu bedienen.
Die Leicht­gewichte im Test haben unterschiedliche Falt­mecha­nismen. Oft kann der Rollator durch Ziehen einer Schlaufe am Sitz zusammen­geklappt werden. Das Auf- und Zuklappen funk­tionierte im Test meist gut oder sehr gut. Längs­falter stehen einge­klappt platz­sparend und von allein.

Rollator auf Rezept von der Krankenkasse

Viele große gesetzliche Krankenkassen stellen ihren Versicherten oft nur Stan­dard­rollatoren zur Verfügung – wenn sie ein Rezept vorlegen. Wer einen leichteren Rollator will, der sich auch außen gut nutzen lässt, muss meist eine sogenannte „wirt­schaftliche Aufzahlung“ leisten. Denn von der Kasse gibts nur eine sogenannte Versorgungs­pauschale. Dieser Betrag ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Er variiert oft auch nach Region.

Tipp: Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach, ob der Rollator Ihnen nach diesem Zuzahlungs­modell gehört. Mehr im Unter­artikel Rollator auf Rezept.

Rollator online oder im Sanitäts­haus kaufen?

Selbst­verständlich kann jeder im Sanitäts­haus einen von der Stiftung Warentest mit gut oder befriedigend getesteten Rollator kaufen. Dann bezahlt er oder sie den vollen Preis – ohne Zuzahlung von der Krankenkasse. Online sind die Rollatoren aus unserem Test meist deutlich billiger als im Laden, teils lassen sich so über 100 Euro sparen. Die Sache hat nur einen Haken: Niemand führt einem vor, wie man den Rollator richtig einstellt und sicher benutzt.

Nutzer­kommentare, die vor dem 27. Februar 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Unter­suchung.

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34 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

lucullaus am 04.07.2022 um 11:01 Uhr
Link zum GKV-Spitzenverband ist veraltet

Der aktuelle Link müsste dieser sein:
https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/home/verzeichnis/44db2879-6174-45b7-bf07-e9a0af1039e1

JuergenWeigert am 19.01.2021 um 23:08 Uhr
Softgummireifen....

@Hasi1012 das ist genau die richtige Denkweise! Wenn man "verrückt" genug ist, macht man aus den Softgummireifen noch Softgummi-Ketten, und landet damit im Fernsehen:
https://www.br.de/mediathek/video/ketten-rollator-rentner-und-sohn-mit-neuer-erfindung-av:5fd34b2a2d799f0013b08452

hasi1012 am 05.02.2020 um 17:36 Uhr
Bereifung

Leider ist in dem Test nichts zur Bereifung gesagt worden.
Das ist ein wesentliches Kriterium für die Strassennutzbarkeit der Rollatoren.
Die Vollgummireifen scheppern auf dem Kopfsteinpflaster zum Teil recht mächtig und lärmen.
Die Luftreifen sind hier erheblich komfortabler, jedoch benötigen sie gute Pflege und ggf. Wartungsarbeiten.
Und die Softgummireifen, die alle positiven Eigenschaften beider Reifenarten in sich vereinigen sollen, habe ich noch nie im Verkauf gesehen.

Luckymoney am 27.07.2019 um 17:01 Uhr
HILFSMITTEL von GKV / aller ART / Qualität

die von den GKV den Patienten angebotenen Hilsmittel - durch Berater der Vertragsfirmen - sind in der Regel "Billigprodukte" die nach meiner Erfahrung keinem "objektiven" Test überstehen würden !! durch Ausschreibung werden am Markt für die Hilfsmittel Anbieter gesucht und der "Billiganbieter" bekommt den Zuschlag !! über "Qualitätsprüfer" keine Auskunft !! Bin nach Sportunfall seit 1996 an Rollstuhl /Rollator gebunden und zichfach von wenig kompetenten "Beratern/innen" besucht worden , die mir dann Hilsmittel angeliefert haben!! die von den Kliniken "verordneten Produkte" konnten sie nicht liefern und lagern seit über 25 Jahren unbenutrz im Haus !! --- KHM--- (Betriebs-Volkswirt -i.R.)

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.05.2019 um 12:34 Uhr
Haltbarkeit des B+B Alevo ALU Rollators

@Fennek62: Bei dem angefragten Rollator lassen sich sicher die Schraubverbindungen nachziehen, so dass man das Lockern ausgleichen bzw. rückgängig machen kann. Evtl. ist es auch notwendig, nach einem gewissen Nutzungszeitraum, Abstandsscheiben in der Mechanik zu erneuern. Bitte beachten Sie bei selbstsichernden Muttern, dass diese nur für Einmalverwendung vorgesehen sind, um Gefahren auszuschließen. Durch unseren Belastungs-Test wurde das Gestell übermäßig beansprucht, was einen längeren Gebrauch simulieren sollte. Ob Bohrungen oder Lagerbuchsen ausgeschlagen wurden, haben wir nicht im Detail untersucht, sondern es wurde eine Sichtprüfung, Funktionsprüfung und Handhabungsprüfung durchgeführt. (RE/spl)