Rollatoren Test

Wer einen Rollator braucht, hat die Wahl: Entweder ein von der Krankenkasse bezahltes, schweres und sper­riges Modell. Oder ein leichtes, einfach zu verstauendes Gefährt für 300 bis 400 Euro. test hat 15 Rollatoren der beiden Gruppen getestet. Fahren können alle. Doch die Unterschiede zeigen sich auf schwierigem Unter­grund und mit Beladung.

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TestRollatorentest 02/2014
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Quer oder längs falten

Kenner unterscheiden die Rollatoren nach der Methode, mit der sie sich zusammenfalten lassen. Herkömm­liche sind Querfalter: Sie werden quer zur Fahrt­richtung einge­klappt. Oft sind sie aus Stahl gebaut und relativ schwer. Dagegen stehen die Längs­falter. Das sind meist deutlich teurere Modelle, die aus leichtem Aluminium bestehen. Die große Spaltung begann 2002. Damals brachte der norwegische Hersteller Topro seinen ersten Längs­falter auf den deutschen Markt. Für Kunden, die für eine funk­tionalere und schi­ckere Gestaltung etwas springen lassen. Andere Hersteller folgten.

Gute ab 290 Euro

Für den Test verwendeten routinierte Rollato­renn­utzer im Alter von 75 bis 81 Jahren die Modelle im Alltag. Zusätzlich wurden im Labor Verarbeitung und Sicherheit geprüft, Hand­griffe, Sitz und Rückenlehne auf gefähr­liche Stoffe untersucht. Ergebnis: Sieben Rollatoren erhalten das Qualitäts­urteil gut – alle­samt Längs­falter. Anbieter geben den mitt­leren Preis dieser Rollatoren mit etwa 290 bis 390 Euro an. Auf Platz acht folgt ein Querfalter als Bester unter den Befriedigenden. Er ist laut Anbieter für rund 120 Euro zu haben. Am Ende des Feldes stehen Modelle beider Gruppen, die Schad­stoffe enthalten und bei der Sicherheit schwächeln.

Kasse zahlt Stan­dard

Die Krankenkassen zahlen meist nur ein einfaches Stan­dard­modell. Wer einen höher­wertigen Rollator wünscht, muss die Differenz selbst über­nehmen. Je nach Modell und Kassen­leistung macht das zwischen 100 und 300 Euro Eigen­anteil. Nur in Einzel­fällen – zum Beispiel bei schwerer Atemnot, Muskel- oder Gelenk­erkrankungen – tragen die Krankenkassen die Kosten für besonders leichte Rollatoren. Das muss der Arzt detailliert auf der Verordnung vermerken und begründen.

Undurch­sichtige Geschäfte

AOK-Versicherte können ins nächst­gelegene Sanitäts­haus gehen und ihr Rezept einlösen – die meisten arbeiten mit der Kasse zusammen. Viele Kassen haben jedoch individuelle Verträge mit bestimmten Sanitäts­häusern oder Liefer­betrieben abge­schlossen. Zum Beispiel die Techniker Krankenkasse: Ihre Versicherten müssen das Rezept bei der Versicherung einreichen. Die schickt dann einen Lieferanten mit dem Rollator vorbei. Für alle Krankenkassen gilt: Viel Wahl­freiheit bleibt nicht. Händler haben oft nur ein oder zwei Stan­dard­modelle im Angebot. Wer auswählen will, muss draufzahlen.

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