Rodeln Meldung

Augen auf beim Rodeln! Wer auf den Hängen des Stadtparks einen Unfall baut, ist selbst schuld. Er hat von der Stadt keine Hilfe zu erwarten.

In freier Wildbahn brettern Rodler auf eigene Gefahr die Hügel hinunter, auch im örtlichen Stadtpark. Anders als in besonderen Freizeitanlagen haftet hier kein anderer für Schäden.

Diesen Grundsatz hat das Oberlandesgericht Hamm im Fall eines Rodlers aus Bochum bekräftigt. Der Mann hatte dort im Stadtpark eine Mauerstufe übersehen, war vom Schlitten gestürzt und hatte sich den Ellenbogen gebrochen. Er scheiterte mit seiner Klage gegen die Stadt Bochum.

Der Rodler hatte bemängelt, dass es keine Warnschilder gab und hatte Ersatz für seine Heilungs- und Fahrtkosten gefordert. Das Gericht wies ihn ab. Bochums Rodler könnten die Gefahren im Stadtpark leicht selbst erkennen. Eine Pflicht zu warnen, habe die Stadt außerdem nur, wenn der Park als Rodelgelände ausgewiesen sei (Az. 9 U 81/10).

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