Robo-Advisors im Test Test

Roboter tauchen längst auch bei der Geld­anlage auf. Schon seit einigen Jahren lässt sich das eigene Vermögen digital über das Internet verwalten. Bekannt sind die Programme unter der Bezeichnung Robo-Advisor, kurz Robo. Die Stiftung Warentest hat 14 Robo-Advisors getestet, die eine Vermögens­verwaltung auf Fonds­basis anbieten. Die Qualität der Anla­geempfehlungen haben wir benotet: Zwei Robos schneiden gut ab, sechs befriedigend und je drei ausreichend beziehungs­weise mangelhaft.

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TestRobo-Advisors im Test23.07.2018
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Der Robo im Haus erspart den Gang zur Bank

Advisor heißt auf Deutsch Berater. Insofern ist die Bezeichnung „Robo-Advisor“ etwas irreführend. Der Robo ist nämlich keine Maschine in Berater­gestalt. Sondern ein Computer­pro­gramm, das Anlegergeld verwaltet: stan­dardisiert, auf Fonds­basis und nach bestimmten, ihm vorgegebenen Algorithmen. Ein großer Vorteil: Der Robo-Advisor erspart lästige Bank­gänge. Anleger können ihn bequem von zu Hause aus steuern – PC oder Laptop genügt.

Wie die auto­matisierte Vermögens­verwaltung funk­tioniert

Nachdem der Robo Anlage­wunsch, Risiko­bereitschaft, finanzielle Verhält­nisse und Kennt­nisstand des Kunden abge­fragt hat, schlägt er ein Portfolio vor. Aus unserer Sicht eignet sich die Geld­anlage per Computer nur für Anleger, die sich mit Fonds und ETF auskennen. Sind sie mit dem Anlage­vorschlag einverstanden, schließen sie einen Vermö­gens­verwaltungs­vertrag mit dem Robo ab. Er verwaltet das Portfolio. Zunächst legt er das Geld so an wie vorgeschlagen, bei späteren Umschichtungen handelt er alleine, ohne sich zuvor mit dem Anleger nochmals ab­zustimmen.

Das bietet der Robo-Advisor-Test

Test­ergeb­nisse. Die Finanztest-Tabelle zeigt Qualitäts­urteile für die Anla­geempfehlungen von 14 Robo-Advisors, die digitale Finanzportfolio­verwaltung anbieten. Finanztest hat sowohl die vorgeschlagenen Portfolios als auch die Vertrags­bedingungen auf Mängel untersucht. Bei deutlichen oder sehr deutlichen Mängeln gab es Abzug bei der Gesamt­note. Die Noten der getesteten Robos reichen von Gut bis Mangelhaft.

Kostenbei­spiele. Ausgehend von einem Musterfall (Anlagesumme: 51 000 Euro; Risiko­typ: ausgewogen) schlüsseln wir die Kosten für Fonds­erwerb und auto­matisierte Vermögens­verwaltung auf.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum aktuellen Artikel aus Finanztest 8/2018 sowie zur Vorgänger­unter­suchung aus Finanztest 1/2017.

Robo-Advisors im Test: Unser Musterfall

Um die Robo-Advisors zu testen, haben wir sie mit Daten eines Muster­kunden gefüttert: Er ist 45 Jahre alt, will 51 000 Euro auf zehn Jahre anlegen und dabei mittelgroße Risiken eingehen. Daher erwarteten wir von den Robos einen Vorschlag, der mindestens 30 Prozent sichere Geld­anlagen enthielt. Gut gefallen hat uns ein breit gestreutes Portfolio, das über­wiegend aus ETF besteht, börsen­gehandelten Indexfonds. Um gut abzu­schneiden, sollten sich die Kosten des Robos im Rahmen halten. Außerdem sollten die Robos ihre Anleger umfassend informieren.

Große Qualitäts­unterschiede

Die Qualität einer Anla­geempfehlung­ bemisst sich nicht nur daran, wie gut das Computer­programm das Portfolio zusammen­stellt. Auch die Kosten spielen eine Rolle. Hier gibt es deutliche Unterschiede. Für die güns­tigsten Robos muss der Anleger jähr­lich rund 0,6 Prozent der Anlagesumme entrichten. Darin enthalten sind die Robo-Gebühr und sämtliche laufenden Fonds­kosten. Der teuerste Robo kostet 1,87 Prozent pro Jahr – also dreimal so viel. Wichtig für die Beur­teilung war außerdem, wie die Robos die Anleger informieren. Damit der Anleger eine gut informierte Entscheidung trifft, sollte der Robo zeigen, wie das Depot aufgebaut ist, möglichst konkrete Produkte nennen – und die voraus­sicht­liche Entwick­lung des Portfolios darstellen. Zu diesem Ausblick gehören auch eine Einschät­zung der Risiken und eine Über­sicht über die Kosten.

Robos erst kurz am Markt

Ob die Vermögens­verwaltung auf Dauer funk­tioniert, haben wir nicht getestet. Dafür sind die Robos noch nicht lange genug am Markt. Die ersten haben vor rund vier Jahren ange­fangen, die meisten später. Erst in einigen Jahren wird man sehen können, ob die Strategien erfolg­reich sind und ob die digitale Vermögens­verwaltung besser funk­tioniert als die manuelle. Bei einem vernünftigen Depot­vorschlag und über­schaubaren Kosten sollte das Ergebnis allerdings gut aussehen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 17. Juli 2018 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus Finanztest 1/2017

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