Robo-Advisor-Vergleich: Digitale Vermögens­verwaltung im Test

Robo-Advisor-Vergleich - Digitale Vermögens­verwaltung im Test

Kontaktlos. Der Robo Advisor im Haus erspart den Gang zur Bank.

„Auto­matisierte Vermögens­verwaltung“ – das klingt gut. Doch unser Robo-Advisor-Vergleich zeigt: Es gibt große Unterschiede hinsicht­lich Kosten und Qualität der Anlage­vorschläge.

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Test Robo-Advisor-Vergleich 21.06.2021
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Robo Advisor: Kein Berater, sondern Verwalter

Advisor heißt auf Deutsch Berater. Dabei ist der Robo-Advisor eher ein Vermögens­verwalter in Form eines Computer­programms. Der Robo arbeitet nach stan­dardisierten Verfahren und meist nach bestimmten, ihm vorgegebenen Algorithmen. Anlage­vorschläge macht er häufig auf Fonds­basis. Sein größter Vorteil: Der Robo-Advisor erspart lästige Bank­gänge. Anleger können ihn bequem von zu Hause aus nutzen – PC oder Laptop genügen.

Tipp: Der Markt der Robo Advisors ändert sich ständig. Im Unter­artikel Neues aus der Welt der Robo Advisors informieren wir Sie regel­mäßig über neueste Entwick­lungen.

Das bietet der Robo-Advisor-Test

Test­ergeb­nisse. Die Tabellen zeigen Bewertungen der Stiftung Warentest für die Portfolio­vorschläge von 25 Robo-Advisors. Die Robo-Advisors im Test, darunter Quirion und Oskar, sollten Anla­geempfehlungen für Portfolios von 40 000 Euro und für 100 000 Euro abgeben. Die Noten reichen von Sehr gut bis Mangelhaft.

Hintergrund und Tipps. Wir sagen, ab welchen Summen man Robos nutzen kann, in welche Finanz­produkte sie investieren, und was die digitale Vermögens­verwaltung kostet. Und wir zeigen, welche Robo-Anbieter auch eine nach­haltige Portfolio-Variante anbieten.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 7/2021.

Wie funk­tioniert die digitale Vermögens­verwaltung?

Zuerst müssen Robo und Anleger sich kennen­lernen. Das Programm fragt zunächst nach Anlage­wunsch, Risiko­bereitschaft, finanziellen Verhält­nissen und bisherigen Kennt­nissen des Anlegers – und schlägt dann ein Portfolio vor. Ist dieser mit dem Anlage­vorschlag einverstanden, kann es losgehen: Vermögens­verwaltungs­vertrag abschließen, Depot eröffnen. Zunächst legt der Robo das Geld so an wie vorgeschlagen, bei späteren Umschichtungen handelt er alleine, ohne vorherige Abstimmung mit dem Anleger oder der Anlegerin.

Eignen sich Robo Advisors auch für Anfänger?

Aus unserer Sicht eignet sich die Geld­anlage per Computer nur für Anleger und Anle­gerinnen, die sich mit Fonds und ETF schon ein wenig auskennen.

Wie hat die Stiftung Warentest die Robos getestet?

Muster­kunde. Um die Robo-Advisors zu testen, haben wir einen virtuellen Muster­kunden losgeschickt, der einmal 40 000 Euro und einmal 100 000 Euro anlegen wollte.

Mängel. Anlage­vorschläge, Daten­schutz­regeln und Vertrags­bedingungen haben wir auf Mängel abge­klopft.

Benotung. Hier legten wir das größte Gewicht auf die Produkt- und Kosten­information. Anleger und Anle­gerinnen sollen schließ­lich wissen, worauf sie sich einlassen. Auch die Höhe der Kosten hatte großen Einfluss auf das Qualitäts­urteil, denn Kosten mindern direkt die Ertrags­chancen. Die Unterschiede waren riesig: Der güns­tigste Robo Advisor im Test kostete inklusive Fonds­kosten 0,59 Prozent, der teuerste 2,49 Prozent. Beim Portfolio­vorschlag erwarteten wir ein breit gestreutes, gut diver­sifiziertes Depot. Nicht alle Robo Advisors im Test haben das geschafft.

Gab es große Qualitäts­unterschiede im Robo-Advisor-Vergleich?

Es gab alle Noten, von Sehr gut bis Mangelhaft. Häufiger Grund für eine schlechte Note: zu hohe Kosten. Die Testsieger sind durchweg günstig und haben gute Bewertungen in dem Bereich Produkt- und Kosten­information.

Wie wichtig war die Rendite für die Testnote?

Wir haben uns angesehen, wie sich der Wert des Portfolios im Lauf des vergangenen Jahres entwickelt hat. Doch der Robo mit der höchsten Rendite ist nicht zwingend auch der beste. Wer die gute Rendite mit einem zu hohen Risiko erkauft, kann beim nächsten Crash der höchste Verlust­bringer sein. Die Rendite floss daher nicht in unsere Note ein. Wir haben statt­dessen geprüft, ob die Portfolio­vorschläge sinn­voll sind.

Nutzer­kommentare, die vor dem 15. Juni 2021 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung.

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