Roamingkosten sollen sinken Meldung

Schluss mit überteuerten Handy-Gesprächen im Ausland: Noch in diesem Jahr sollen die so genannten Roamingkosten sinken. Darauf einigten sich die EU-Telekommunikationsminister. Zwar gibt es noch keinen genauen Termin oder feste Preisobergrenzen. Doch EU-Kommissarin Viviane Reding hält eine Einigung bereits im Juni für möglich – pünktlich zu den Sommerferien.

50 Cent pro Minute

Seit letztem Jahr drängt die EU Mobilfunkbetreiber, ihre Roaming-Gebühren aus eigenen Stücken zu senken. Doch abgesehen von einigen zeitlich begrenzten Sondertarifen ist bislang nicht viel passiert. Daher wollen die EU-Telekomminister nun Höchstpreise für Handygespräche im Ausland festsetzen. 50 Cent pro Minute für Anrufe in die Heimat sind derzeit als Höchstpreis im Gespräch. Wer im Ausland angerufen wird, soll maximal 25 Cent pro Minute zahlen. Dazu käme jeweils die Mehrwertsteuer. Derzeit liegen die Minutenpreise für Handygespräche im Ausland zum Teil bei einem bis drei Euro.

Nicht die Frösche fragen

Über die geplante Preisdeckelung muss noch das Europäische Parlament beraten. Anfang Juni wollen die zuständigen Minister die Preise formal beschließen. Einige Mobilfunkbetreiber kündigten bereits ihren Widerstand an. Sie klagen, mit den gedeckelten Preisen ihre Kosten nicht mehr decken zu können. Bundeswirtschaftsminister Glos reagierte gelassen auf diese Kritik: „Wer einen Sumpf trockenlegen will, sollte nicht die Frösche fragen.“ Auch die EU-Kommissarin ist zuversichtlich: „Die günstigen Tarife werden zum Sommerurlaub in Kraft sein.“

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