Ausländische Sim-Karten verwenden statt Tarif wechseln

Roaming Test

In manchen Fällen ist es güns­tiger, statt des Heimattarifs eine Sim-Karte aus dem Reise­land zu verwenden. Das lohnt sich gerade bei langen Aufenthalten, Reisen außer­halb der EU und Altverträgen – aber auch für alle, die im Ausland oft online sein wollen.

Ein Beispiel: Wer einen Lauf­zeit­vertrag bei Otelo hat und den Olympioniken vor Ort in Rio zujubelt, zahlt beim Surfen 20,28 Euro pro Megabyte. Natürlich kann der Sport­fan für die Urlaubs­zeit einen anderen deutschen Tarif wählen – etwa von Aldi Talk, Base, Blau oder Simyo, wo das Megabyte 0,99 Euro kostet. Dann wäre er aber eventuell unter seiner bisherigen Nummer nicht erreich­bar und müsste nach der Reise eventuell erneut den Tarif wechseln. Die elegantere Lösung ist daher eine ausländische Sim-Karte. Dabei gibt es einiges zu beachten:

Zweit-Handy. Ein ausrangiertes Smartphone oder ein Billigmodell ist oft eine gute Lösung, um ausländische Sim-Karten zu nutzen. So surft der Reisende im Ausland zu dortigen Konditionen und bleibt auf seinem Erst-Gerät unter der altbekannten Nummer erreich­bar.

Dual-Sim. Manche Smartphones haben Steck­plätze für zwei Sim-Karten. Dann braucht der Reisende nur ein Gerät. Er muss aber aufpassen, dass es beim Telefonieren, SMS-schreiben und Surfen die jeweils gewünschte Sim-Karte verwendet.

Speicherkarte raus. Bei einigen Dual-Sim-Handys ist es nötig, die microSD-Speicherkarte zu entfernen, um die Zweit-Simkarte einzusetzen. Musik und Fotos auf der Speicherkarte sind dann mit dem Handy nicht mehr abruf­bar.

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