Riskante Zins­angebote

Beliebte Zertifikate: Funk­tion und Risiken im Kurz-Check

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Inhalt

Garan­tiezertifikate

Der Kapital­erhalt am Ende der Lauf­zeit wird vom Heraus­geber des Zertifikats garan­tiert. Die Wert­entwick­lung bezieht sich auf einen Basis­wert, zum Beispiel einen Aktien­index oder einen Korb aus verschiedenen Aktien. Ihre oft komplexe Struktur macht diese Angebote für Anleger schwer durch­schaubar. Sie wissen nicht, welche Rendite am Ende heraus­kommen wird. Da Garan­tiezertifikate hohe interne Kosten für den Kapital­erhalt haben, sind sie für Anleger derzeit unattraktiv.

Risiken: Emitten­tenrisiko, Kurs­risiko während der Lauf­zeit.

Aktien­anleihen

Diese Produkte beziehen sich auf jeweils eine Aktie und bieten eine feste attraktive Verzinsung. Liegt der Aktienkurs am Ende der Lauf­zeit unter einer fest­gelegten Schwelle, erhält der Anleger anstelle seines einge­setzten Geldes die Aktie. Er macht dann einen mehr oder weniger hohen Verlust.

Risiken: Emitten­tenrisiko, Kurs­risiko während und am Ende der Lauf­zeit.

Express­zertifikate

Sie beziehen sich stets auf einen Basis­wert, meist auf einen Aktien­index. Die Zertifikate sind eine Art Wette darauf, dass der Kurs des Basis­wertes ein fest­gelegtes Niveau nicht unter­schreitet. Kontrolliert wird das an fest vereinbarten Bewertungs­tagen. Wenn die Wette aufgeht, winkt die vorzeitige Rück­zahlung mit Gewinn, ansonsten verlängert sich die Lauf­zeit bis zum nächsten Bewertungs­tag. Anleger haben einen gewissen Sicher­heits­puffer, können aber hohe Verluste erleiden, wenn sich der Basis­wert sehr schlecht entwickelt.

Risiken: Emitten­tenrisiko, Kurs­risiko während und am Ende der Lauf­zeit.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 04.05.2020 um 15:17 Uhr
Festgeld-Alternative - Festgeldanleihe

@alle: Artikel, die sich in der Vergangenheit mit den Angeboten der Arcanda befasst haben, finden Interessierte hier:
www.test.de/Riskante-Zinsangebote-Hohe-Zinsen-hohes-Risiko-5260798-0/
www.test.de/Adcada-GmbH-Adcada-soll-Einlagen-zurueckzahlen-5597870-0/
Anleger, die kein Risiko bei der Geldanlage eingehen wollen, empfehlen wir nur Tagesgeld oder Festgeld, das im Insolvenzfall durch eine leistungsfähige Einlagensicherung geschützt ist. Bei Zinsangeboten von Unternehmen mit verlockend hohen Zinsen raten wir generell zur Vorsicht, denn es gilt: Je höher die Rendite, desto höher ist das Risiko.
Wir warnen insbesondere dann Verbraucher vor den Risiken der Zinsanlage eines Unternehmens, wenn die Gefahr besteht, dass bei Verbrauchern aufgrund der Werbung das Missverständnis entstehen könnte, dass es sich um Festgeldanlage handele, die im Pleitefall mit bis zu 100 000 Euro nach der Einlagensicherungsrichtlinie der Europäischen Union geschützt ist, bzw. eine vergleichbare Sicherheit biete. Unabhängig wie überzeugend sich ein Geschäftskonzept anhört, besteht immer das unternehmerische Risiko eines Totalverlustes der Anlage in ein Unternehmen. Sei es, weil das Geschäftskonzept nicht aufgeht, weil sich der Markt verändert, weil Beteiligte sich zu hohe Provisionen und / oder Gehälter auszahlen, weil ein sogar strafrechtlich relevantes Verhalten Einzelner zu hohen Geldabflüssen führen, etc. Diese Risiken müssen Anleger bereit sein, in Kauf zu nehmen, bevor sie ihr Geld in ein Unternehmen stecken.
Eine mit einem Totalverlustrisiko behaftete Anlage stellt aus Verbraucherschutzsicht keine Alternative zu einem Festgeld bei einer einlagengesicherten Bank. (maa)

ADCADA am 04.05.2020 um 13:52 Uhr
Richtigstellung der Berichterstattung

Sehr geehrte Leser,
bitte beachten Sie auch folgenden Artikel von test.de und die entsprechenden Kommentare:
https://www.test.de/Adcada-GmbH-Adcada-soll-Einlagen-zurueckzahlen-5597870-0/

ADCADA am 22.04.2020 um 14:24 Uhr
Richtigstellung der Berichterstattung

Sehr geehrte Damen und Herren,
für die durch mich vertretene ADCADA Group weise ich auf folgende Gegendarstellung meiner Mandantin hin:
https://adcada.money/blog/aktuell/15-adcada-gmbh-werbung-wird-von-finanztest-kontrolliert
Rechtliche Schritte gegen "test.de" (Unterlassung/Widerruf) werden derzeit geprüft.
RA Thomas Arndt
www.adcada.law